5 Temmuz 2016 Salı

EINLEITUNG

EINLEITUNG

Wenn Sie fernsehen, die Zeitung lesen oder einfach nur spazieren gehen, werden Sie mit vielerlei Themen konfrontiert, von denen Sie eigentlich lieber nichts hören und sehen wollen. Hungernde Menschen, Morde, Massaker, Unterdrückte, denen grundsätzliche Rechte verweigert werden, Uneinigkeit, Fluchen, verletzende und erniedrigende Sprache sowie allgemeine Unruhen – alles Dinge, deren Ursache meist in Interessenkonflikten, Tyrannei und ähnlichem begründet liegt.
Zweifellos würden Sie, wie jeder andere auch, am liebsten in einer Gesellschaft leben, in der sich die Menschen zu Frieden und Sicherheit verpflichten, in der es die Menschen vermeiden, einander zu unterdrücken oder sich gegenseitig zu verletzen, sondern stets liebevoll miteinander umgehen und in der die Menschen einander achten und sich umeinander kümmern. Solch eine Umgebung, die ein von Respekt und Liebe geprägtes Zusammenleben garantiert, ist der Traum eines Jeden von uns. Wenn Sie durch die verschiedenen Fernsehkanäle schalten, die Seiten einer Zeitung umblättern, ob zuhause oder auf der Arbeit, sehen Sie am liebsten glückliche, frohe, freundliche, aufrichtige, ehrliche und respektvolle Menschen, die vollkommene Tugend und perfekte Moral verkörpern. Sicherlich wäre es Ihnen am liebsten, ausschließlich gute Nachrichten zu erfahren.
Jedoch wäre es reines Wunschdenken, darauf zu hoffen, dass sich eines Tages alle Dinge plötzlich zum Guten wenden. Daher sollten diejenigen, die den aufrichtigen Willen besitzen, in einer Gesellschaft zu leben, in der Frieden, Sicherheit und Freiheit vorherrschen, nicht länger Zeit verlieren, sondern aktiv werden – und auch dazu bereit sein, bestimmte Opfer zu bringen.
Wenn Sie die um Sie herum geschehenden Ereignisse sorgfältig und genau, mit Verstand, Intelligenz und Logik beurteilen, werden Sie erkennen, dass es tatsächlich Menschen gibt, die sich mit ganzem Herzen für die Errichtung solch guter moralischer Werte, wie sie oben erwähnt wurden, einsetzen. Ja, es gibt Menschen, die ihre gesamte Zeit, all ihre Mittel und all ihre Energie für diesen Zweck aufwenden. Oft kommt es vor, dass solche Menschen, die sich vollkommen der Errichtung von Moral, Rechtschaffenheit und Tugend ergeben, ungerecht behandelt oder von Gegnern solcher Werte eingeschüchtert werden.
Dies sollte Sie jedoch nicht entmutigen! Denn mit Gottes Willen werden die Menschen, die unermüdlich für das Gute kämpfen, letztendlich über die Niederträchtigen und Bösen triumphieren. Also sollten Sie sich mit solchen "tugendhaften" Menschen, die offen, mitfühlend, aufrichtig, gerecht, ehrlich, dankbar, tolerant, fair, optimistisch, hilfsbereit, bescheiden und verzeihend sind, verbünden und sie mit vollem Einsatz unterstützen.
Wenn Sie sich umsehen, werden Sie, genau wie Sie die tugendhaften Menschen erkennen, auch die bösen Menschen identifizieren können sowie den Gesellschaftstypus, den sie aufbauen wollen. Heutzutage haben die "bösen" Menschen es geschafft, eine scheinbar mächtige und starke Allianz zu bilden, und durch verschiedenste Methoden ist es Ihnen gelungen, viele gute Menschen, welche sich für Moral und Tugend einsetzen, einzuschüchtern und zum Schweigen zu bringen. Hinter all dem Bösen und Schlechten um Sie herum, das Sie zwar nicht wahrhaben wollen, aber letztendlich nicht ignorieren können, nämlich Tyrannei, Korruption, Entfremdung, Hass, Erbarmungslosigkeit, Unrecht, Armut, Lästerei und all dem, was die Menschen traurig, zornig und verzweifelt macht, hinter all dem steckt diese vereinte Allianz der Bösen.
Die guten und gewissenhaften Menschen sollten dieser allgegenwärtigen Bedrohung nicht gleichgültig gegenüberstehen. Wenn das Schlechte und Böse Sie berührt und Sie auf eine problemlose, friedliche Welt hoffen, dann sind Sie definitiv ein Mensch mit Gewissen. Daher sollten Sie sich, bevor das Böse unbemerkt zur Normalität wird und so ihr Gewissen abstumpfen lässt, mit den Tugendhaften verbünden und bis zu ihrem Lebensende all ihre Anstrengungen auf den Triumph des Guten verwenden. Sie sollten niemals vergessen, dass das Dulden und Ignorieren von Unrecht dem Unrechtbegehen gleichkommt.
Niemand darf zur Entschuldigung seiner Passivität und Tatenlosigkeit behaupten: "Meine Anstrengungen würden ja doch nichts bewirken." Denn es sind die eigenen inneren Absichten und daraus resultierenden aufrichtigen Bemühungen, die letztendlich den Unterschied ausmachen. Die Anstrengungen eines Einzelnen, sich mit den Tugendhaften zu vereinen und für Gerechtigkeit zu kämpfen, erweisen sich durch Gottes Hilfe als starkes Mittel, all dem Schlechten ein Ende zu bereiten und die Allianz der Bösen zu zerstören. In einem Quranvers betont Allah die Notwendigkeit der Existenz von Menschen, welche die Welt vor dem Übel des Bösen bewahren und schützen:
Hätte es nur unter den Geschlechtern, die vor euch lebten, mehr Tugendhafte gegeben, welche sich den Missetaten auf Erden widersetzten, ausser den wenigen, die Wir retteten, während die Übeltäter ihr üppiges Leben weiter fortführten und sich in Sünde verloren!  (Sure 11:116 – Hud)
Dieses Buch ist ein Aufruf und eine Bitte an all diejenigen, die den Willen haben, dass das Gute siegt, mit entsprechend guten Taten aktiv zu werden und sich mit den Tugendhaften zu verbünden. Dieser Aufruf richtet sich jedoch nicht an irgendjemanden da draußen, sondern direkt an Sie. Selbst wenn Sie bislang zu den Bösen und Niederträchtigen gehörten, ruft Sie dieses Buch zur Umkehr und Reue auf und dazu, dass sie auf die Seite der Tugendhaften wechseln, um ein Leben auf der Basis von wahren moralischen Werten zu führen. Bis zum Ende Ihres irdischen Daseins.

WER SIND DIE WIRKLICH GUTEN UND DIE WIRKLICH BÖSEN?

WER SIND DIE WIRKLICH GUTEN UND DIE WIRKLICH BÖSEN?

An allen Orten der Welt gibt es Bosheit, Ungerechtigkeit, Tyrannei und Missetaten. Es gibt mehrere Gründe, warum die Menschen heute Zeuge solcher negativen Realitäten sein müssen, die bereits Teil unseres täglichen Lebens geworden sind. Ab dem Zeitpunkt, an dem eine Person Bewusstsein erlangt, wird sie einer Nachrichtenflut über solche schrecklichen Ereignisse ausgesetzt. Kaum ein Tag geht vorbei ohne erschütternde Geschichten in den Zeitungen oder im Fernsehen, von Schwindlern, grausamen Serienmördern, schutzlosen Frauen, Kindern und Alten, die erbarmungslos Hunger und Kälte ausgesetzt sind...; allesamt quälende Erinnerer daran, dass Unmoral, Korruption, Interessenkonflikte und Entfremdung fest in unserer Gesellschaft verwurzelt sind.
Die meisten Leute, die solche Ereignisse sehen, betrachten sie als Ereignisse, die nur andere betreffen, und damit als Dinge, die für sie selbst keine Relevanz haben. Aus diesem Grund übernehmen sie nie Verantwortung für die Unruhen, die Korruption und die Gnadenlosigkeit, welche die Gesellschaft beeinflussen. Nehmen wir beispielsweise an, dass eine unschuldige und schutzlose Person von einer wohlhabenderen Person durch Beleidigungen und Verleumdungen bloßgestellt wird. In solch einem Fall würde jeder erkennen, dass die wohlhabende Person sich des ungerechten Misshandelns der unschuldigen Person schuldig gemacht hat. Jedoch ziehen die meisten Leute es vor, still zu bleiben. Zu ihrer Rechtfertigung sagen sie Dinge wie: "Welchen Unterschied würden meine Worte machen?" oder "Das geht mich nichts an", und ignorieren die Ungerechtigkeit, von der sie gerade Zeuge geworden sind.
Zweifellos rufen solche Situationen starke Emotionen in einem Menschen hervor, dessen Herz nicht so abgehärtet und verroht ist. Bloß zornig zu werden und Missbilligung oder Verzweiflung zu verspüren würde jedoch in keinster Weise zur Verhinderung der Wiederholung solcher Situationen führen. Aus diesem Grund sollten jene, die gewissenhaft sind und denen das Wohl der Menschheit am Herzen liegt, ernsthafte Bemühungen machen, etwas zu ändern und in allen Umständen anderen, die sich ebenfalls um das Gute bemühen, vollste Unterstützung zu gewährleisten.
Aber um dies tun zu können, muss man fähig sein, zwischen dem Guten und dem Bösen zu unterscheiden. Heutzutage sind "Gut und Böse" verhältnismäßige Vorstellungen geworden, die je nach Gesellschaft, sozialem Lebensstil und Interessen variieren. Zum Beispiel wird es heutzutage als ein wichtiges Zeichen von Tugendhaftigkeit betrachtet, sich liebevoll um verirrte Hunde zu kümmern und sich für ihre Rechte einzusetzen. Ähnlich reicht es für eine Person aus, einige Telefonate zu führen, um Spenden für ein Katastrophengebiet zu sammeln, um als überaus wohltätig betrachtet zu werden. Eine Person, die sich in ihrer Freizeit mit der Renovierung eines Schulgebäudes beschäftigt oder den Bedürfnissen einiger Schulkinder nachkommt, verschafft sich lebenslange Ehre und verdient sich den Respekt und die Würdigung vom Rest der Gesellschaft. Sicherlich können dies gut gemeinte Taten sein, jedoch ist es offensichtlich, dass solche schwachen Versuche einen unbedeutenden Beitrag zur totalen Ausrottung all des Bösen und Schlechten auf der Welt darstellen. Tatsächlich wissen diese Leute auch, dass ihre Anstrengungen keine große Opfer erfordern. Einige von ihnen sind sich vielleicht sogar bewusst, dass sie sich mit solcher Wohltätigkeitsarbeit bei den Leuten in ihrem Umfeld beliebt machen können. Der eigentliche Grund für ihre Bemühungen ist dann der, dass sie bewundert und verehrt werden wollen. Eine andere Motivation für ihre Wohltätigkeitsarbeit könnte auch die der Gewissensberuhigung sein.
Das Ziel der "Tugendhaften" dagegen, die das Thema dieses Buches sind, ist weit höher und edler. Die "Allianz der Tugendhaften", welche von Leuten gebildet wird, die bedingungslos nach dem Guten streben und all ihre Kraft und Energie dafür aufbringen, erzielt immense Erfolge und verstärkt sich in kürzester Zeit. Zorn, Hass, Gnadenlosigkeit, Unaufrichtigkeit, Lügen und Ungerechtigkeit durchdringen heute die Gesellschaften der Welt und können nur von der "Allianz der Tugendhaften" beseitigt werden. Nur Leute mit hoher Moral können den Schaden stoppen, den solche Korruption der Welt bringt.
Keines dieser Ziele sollte dem Leser entfernt, unrealistisch oder unerreichbar erscheinen. Während Sie dieses Buch lesen, werden Sie erkennen, dass es für jedermann möglich ist, sich mit der "Allianz der Tugendhaften" zu verbünden. Ob Hausfrau, Student, Händler oder Professor, jede gewissenhafte Person, die nach moralischen Prinzipien lebt und gewillt ist, solche Werte in der Gesellschaft zu verbreiten, kann sich mit den Tugendhaften vereinigen. Dazu müssen Sie zunächst einmal all Ihre Vorurteile und Vorstellungen von Gut und Böse, die Sie während Ihres bisherigen Lebens angenommen haben, beiseite legen. Der nächste Schritt wird sein, dass Sie die wirklich Tugendhaften und die wirklich Bösen in Ihrem Umfeld identifizieren. Dabei werden Sie ein einziges Kriterium annehmen müssen: den Quran, die allumfassende Leitung, die Gott der Menschheit sandte. Denn nur Gott weiß, wer die wirklich Tugendhaften und die wirklich Bösen sind und im Quran gibt Er uns ausführliche Beschreibungen von den Eigenschaften der Tugendhaften und der Bösen.

Die Tugendhaften und die Bösen im Quran

Der einzige Grund warum ein Mensch sich unmoralisch verhält, ist ein Mangel von Glauben an Gott und den Jüngsten Tag und damit ein Mangel an Gottesfurcht. Denken Sie einmal einen Moment über all das Böse in der Welt nach: Ungerechtigkeit, Eifersucht, Morde, Zorn, Hass, Gnadenlosigkeit, Betrug, Bosheit, Unterdrückung... Im Quran verbietet Gott dem Menschen solche Verhaltensweisen und Eigenschaften und macht klar, dass Menschen, die solche Verhaltensweisen an den Tag legen, unter ewiger Bestrafung im Jenseits leiden werden. Aus diesem Grund ist es unwahrscheinlich, dass eine gottesfürchtige Person solche "teuflischen" Verhaltensweisen auslebt. Einer der Verse Gottes verbietet das Böse folgendermaßen:
...Wir sandten das Buch auf dich herab als eine Erklärung aller Dinge und eine Rechtleitung, eine Barmherzigkeit und Heilsbotschaft für alle, die bereit sind, sich Allah hinzugeben. Siehe Allah gebietet, Gerechtigkeit zu üben, Gutes zu tun und die Nahestehenden zu beschenken. Und Er verbietet das Schändliche und Unrechte und Gewalttätige. Er ermahnt euch, euch dies zu Herzen zu nehmen.  (Sure 16:89-90 – an-Nahl)
Vielleicht hören Sie Leute sagen, dass sie solche allgemein in der Gesellschaft ausgelebten Formen von Unruhestiftung vermeiden, obwohl sie nicht an Gott und den Jüngsten Tag glauben. Jedoch ist es eine klare und bekannte Tatsache, dass eine Person, die während ihres gesamten Lebens nie in eine böse Tat verwickelt worden ist, diese Einstellung möglicherweise plötzlich ändert, wenn bestimmte Umstände ihre Interessen verändern. Wenn ihre Karriere, für die sie Tag und Nacht gearbeitet hat, ihr Reichtum oder ihr Leben auf dem Spiel steht, dann zögert sie nicht, notfalls einer anderen Person Schaden zuzufügen um die eigene Situation zurechtzurücken. Wir begegnen solchen Leuten oft im Alltag. Im Berufsleben kommt es zum Beispiel häufig vor, dass ein Angestellter, der, weil er einen Fehler gemacht hat, um seinen Arbeitsplatz fürchten muss und die Schuld einem Kollegen zuschiebt. Ebenso mag es eine Person, die aus Prinzip Bestechung und jede Art von Gesetzesverstoß ablehnt, in einer dringenden Situation für gerechtfertigt halten, Bestechungsgeld zu zahlen, zum Beispiel, wenn es um den Krankenhausaufenthalt ihres Sohnes geht.
Wenn eine nicht-gottesfürchtige Person behauptete, der zuverlässigste und tugendhafteste Mensch auf der Welt zu sein, wäre dies mit Sicherheit nicht sehr überzeugend. Solch eine Person vermeidet vielleicht Dinge wie Diebstahl oder Betrug, aber es fehlt ihr an wahrer guter Moral. Sie werden vielleicht keine freundliche, aufrichtige und mitfühlende Einstellung in ihr finden. Vielleicht demütigt sie Menschen mit ihren Worten oder ihren Witzen und die Art, wie sie mit Leuten redet, hat vielleicht einen aggressiven Unterton. Ähnlich mag eine Person, die Glücksspiel normalerweise vermeidet, vielleicht damit beginnen, wenn sie sich in einem Umfeld aufhält, wo Glücksspiel populär ist. Es wäre unvernünftig, einen nicht-gottesfürchtigen Menschen als wirklich rechtschaffen zu betrachten, da er aufgrund des mangelnden Glaubens an Gott einen schwachen Willen hat und Versuchungen nur schwer widerstehen kann.
Es gibt dagegen auch solche Menschen, die unaufhörlich unmoralische Taten ausüben, Unruhe stiften, andere Leute erniedrigen oder betrügen, beleidigende Sprache benutzen, andere Menschen nicht achten, nur an sich selbst denken, sich aggressiv und zornig verhalten und trotzdem ab und zu den Armen helfen. In solchen Fällen können wir diese Leute sicherlich nicht als "tugendhaft" bezeichnen. Die wesentlichen Eigenschaften einer tugendhaften Person sind Rechtschaffen-heit, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Zuverlässigkeit. Dennoch sollten wir nicht vergessen, dass auch eine tugendhafte und aufrichtige Person Fehler begehen und bestimmte Mängel haben kann, doch was sie unterscheidet, ist ihr Bestreben, sich von diesen Fehlern zu reinigen und so gut sie kann moralische Vollendung zu zeigen.
Eine gottesfürchtige Person zeigt guten Charakter, nicht nur zu bestimmten Zeiten, sondern unter allen Umständen. Ihre moralische Vollendung ist nicht abhängig von den wechselnden Einstellungen der Leute oder von Ereignissen und Zuständen um sie herum, sondern von der ständigen Vergegenwärtigung des schweren Gerichts, das sie im Jenseits erwartet und der Tatsache, dass es in einer Situation resultieren wird, aus der es kein Zurück mehr gibt. Mit diesen Tatsachen im Bewusstsein kann sie es nicht wagen, ein Wort zu sagen oder etwas zu tun, für das sie im Jenseits zur Rechenschaft gezogen werden würde. Im Gegenteil, sie strebt nach den Belohnungen des Paradieses. Im Quran ruft Allah den Menschen dazu auf, über den Jüngsten Tag gründlich nachzudenken:
An dem Tage, an dem jede Seele vorfinden wird, was sie an Gutem und was sie an Bösem getan hat, wird sie wünschen, dass zwischen ihr und ihm eine große (zeitliche) Entfernung wäre. Und Allah warnt euch vor Sich Selber. Doch Allah ist überaus gütig gegen Seine Diener. (Sure 3:30 – Al-'Imran)
Gottesfürchtigkeit im Herzen zu tragen ist folglich ein Zeichen, unter den Tugendhaften zu sein. Eine nicht-gottesfürchtige Person, die Gottes Verbote nicht achtet, identifiziert sich dagegen unweigerlich mit der Allianz der Bösen. Möglicherweise nimmt sie nicht immer aktiv an diesem bösen Bündnis teil, aber unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Umstände sich jederzeit dahingehend entwickeln können, dass die passenden Vorraussetzungen entstehen, damit die Person in böse Taten verwickelt wird, unterstützt sie, absichtlich oder nicht, die Bösen gegen die Tugendhaften.
Allah informiert die Gläubigen darüber, welche die schlimmsten Menschen sind: "Siehe, schlimmer als das Vieh sind vor Allah die Ungläubigen, die nicht glauben (wollen)" (Sure 8:55 – al-Anfal). Deshalb sollte jemand, der sich mit den Tugendhaften verbünden will, definitiv ein gottesfürchtiger Mensch sein.

Das Verhalten eines Menschen offenbart seine wahren Absichten

In den Bemühungen, die Tugendhaften von den Bösen zu unterscheiden muss ein wichtiger Punkt beachtet werden: eine große Anzahl der Leute behauptet zwar, an Gott und den Quran zu glauben, jedoch in ihrer Lebensart und Einstellung steht sie im Widerspruch mit den Quranischen Prinzipien. In der Sure al-Baqara enthüllt Allah das wahre Wesen jener, die behaupten, an Gott und das Jenseits zu glauben und doch nichts tun, als Unheil zu stiften:
Manche Menschen sprechen wohl: "Wir glauben an Allah und an den Jüngsten Tag"; doch sind sie keine Gläubigen. Betrügen wollen sie Allah und die Gläubigen; doch sie betrügen nur sich selber und wissen es nicht. Ihre Herzen sind krank, und Allah mehrt ihre Krankheit, und für sie ist schwere Strafe für ihr Lügen bestimmt. Spricht man zu ihnen "Stiftet kein Unheil auf der Erde", so sagen sie: "Wir sind ja die Rechtschaffenen." Ist es aber nicht so, dass sie die Unheilstifter sind? Doch sie merken es nicht. Sagt man zu ihnen: "Glaubt wie die Leute gläubig wurden", so sprechen sie: "Sollen wir glauben, wie die Toren glaubten?" Ist es aber nicht so, dass sie die Toren sind? Doch begreifen sie es nicht. Wenn sie mit den Gläubigen zusammentreffen, so sagen sie: "Wir glauben"; sind sie aber mit ihrem Teufeln allein, so sprechen sie: "Siehe, wir stehen zu euch und treiben nur Spott." Allah wird sie verspotten und in ihrer Rebellion verblendet weiter irregehen lassen. Sie sind es, die den Irrtum für die Rechtleitung erkauft haben, doch brachte ihr Geschäft ihnen keinen Gewinn, und sie blieben ohne Rechtleitung.  (Sure 2:8-16 – al-Baqara)
Wie diese Verse erklären, bestehen solche Leute meist darauf, rechtschaffen, ehrlich und tugendhaft zu sein. Sie verdammen oft das unmoralische Verhalten von anderen und warnen diese gar vor den Auswirkungen ihres negativen Verhaltens. Jedoch sind es in Wahrheit sie selbst, die Unheil auf der Erde verbreiten, die Unrecht begehen, die Konflikte schaffen, die insgeheim Verfehlungen begehen und Feindschaft unter den Leuten stiften. Aus diesem Grund sollten wir in unserer Identifikation und Unterscheidung der Tugendhaften und der Bösen darauf achten, ob die Worte eines Menschen mit seinen Taten in Einklang stehen. Der Prophet Muhammad (s.a.w.s) erklärte dies in folgendem Ausspruch sehr verständlich:
Handlungen geschehen nur durch Absichten, und jeder Mann hat nur das, was er beabsichtigte. Wer für Allah und Seinen Boten auswandert, dessen Auswanderung ist für Allah und Seinen Boten. Wer für irgendeinen weltlichen Gewinn, den er erwerben kann, oder eine Frau, die er heiraten will, auswandert, dessen Auswanderung ist für das, wofür er auswandert. 1
Man würde automatisch Zweifel über die Aufrichtigkeit einer Person haben, die behauptet, ein Muslim zu sein, sich aber in einem heimlichen Kampf gegen Muslime befindet. Wenn eine Person zum Beispiel behauptet, dass sie moralischen Werten viel Wichtigkeit beimisst und nach Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit in den Menschen sucht, sie jedoch Leute in Schutz nimmt, die für ihre Unmoral bekannt sind und sie als ehrbare Leute mit vorbildlichen Eigenschaften präsentiert, dann würde dies Zweifel an der Aufrichtigkeit der Person aufkommen lassen. Die eigentliche Absicht solcher Leute, die die Vorstellung von Unmoral mit "Mut", "Modernismus", "Elitedenken" und "Freiheit" assoziieren, ist offensichtlich. Sie versuchen, die Leute mit solchen Begriffen zu täuschen, um sie dazu zu bringen, Unmoral als eine Tugend zu sehen und sich der Degeneration hinzugeben.
Im Quran erklärt Allah deutlich, wer die Tugendhaften und wer die Bösen sind und welche Eigenschaften, Lebensweisen und Einstellungen zum Leben und den Menschen sie kennzeichnen. Eine Person, die aufrichtig nach Tugend strebt, sollte sich zuerst die Eigenschaften der Tugendhaften wie im Quran erklärt, vergegenwärtigen und dementsprechend nach diesen Merkmalen bei den Menschen in ihrem Umfeld suchen. Das selbe Prinzip gilt für die Identifikation der Bösen. Einige der Eigenschaften des Bösen, die Allah im Quran betont, sind folgende:

Die Bösen folgen Satans Weg

Die Mehrheit aller Leute glaubt, dass Satan ein "imaginäres" Wesen ohne wirkliche Existenz sei, bloß eine Vorstellung, die das Böse symbolisieren soll. Jedoch hat Gott, so wie Er den Menschen und alle anderen lebenden Wesen auf Erden schuf, in einer anderen Dimension auch die Dschinn (Dämonen, Geisterwesen), die Engel und Satan Erschaffen.
Die offensichtlichsten Merkmale von Satan sind sein Ungehorsam gegenüber Gott und seine Arroganz. Zudem setzte sich Satan, als Gott den ersten Menschen auf der Erde schuf, nämlich Prophet Adam (a.s.), zum Ziel, die Menschen irrezuführen und sie vom richtigen Weg abzuhalten. Dies wird im Quran folgendermaßen offenbart:
Er sprach: "Bei Deiner erhabenen Macht, ich werde sie gewiss allesamt verführen, ausser Deinen auserwählten Dienern unter ihnen."  (Sure 38:82-83 – Sad)
Satan benutzt verschiedene Methoden, um die Menschen daran zu hindern, ihrem Gewissen zu folgen und um sie vom rechten Weg Gottes abzuhalten. Er kann in ihnen Besorgnisse wecken oder sie zum Falschen und Bösen leiten, indem er seine Freunde benutzt. Nehmen wir zum Beispiel eine Person, die vor kurzem damit begann, ihre regelmäßigen Gebete zu vollziehen und den Geboten Gottes zu folgen. Einige von ihren Freunden, die unter dem Einfluss von Satan stehen, könnten diese Person beispielsweise verspotten oder ihre Aufmerksamkeit auf eine weltliche Versuchung ziehen, während es eigentlich Zeit für das Gebet wäre. Wenn diese Person keinen starken Willen besitzt und ihrem Gewissen nicht folgt, dann kann Satan, durch die Hilfe seiner Freunde, innerhalb kurzer Zeit diese Person dazu bringen, mit dem Praktizieren ihrer Gebete aufzuhören. Ähnlich wird eine Person, die den Armen hilft, vielleicht von ihrem unmittelbaren Freundeskreis als "Narr" bezeichnet und in die Versuchung gebracht, ihr Geld stattdessen für ein neues Auto oder einen Urlaub auszugeben. Satan benutzt die Menschen um die Person herum, um sie dazu zu bringen, rechtschaffene Taten als etwas Schwieriges oder sogar Böses anzusehen, und hindert sie auf diese Weise daran, Gutes zu vollbringen. Es kann vorkommen, dass Satan einen Menschen dazu veranlasst, seine beste Freunde in schwierigen Zeiten im Stich zu lassen, damit seine eigenen Interessen nicht beeinträchtigt werden. In solch einem Fall steht eine Person einem Dilemma gegenüber, aus dem sie nur schwer wieder herauskommt. Einerseits versucht sie, auf ihr Gewissen zu hören, und fühlt, dass sie ihrem Freund in dieser schwierigen Zeit helfen muss. Andererseits kann sie sich nicht aus dem Griff persönlicher finanzieller Sorgen oder anderer Schwierigkeiten befreien, denen sie gegenüberstehen würde, wenn sie sich entschiede, ihre Hilfe anzubieten. In einem Handlungsverlauf nimmt eine Person normalerweise an, dass sie Selbst durch das Treffen von bestimmten Entscheidungen und dem Einschätzen von bestimmten Möglichkeiten den Verlauf des Geschehens beeinflusst. Aber das Dilemma, dem sie gegenübersteht, resultiert nicht aus ihren eigenen Meinungsverschiedenheiten, sondern ist direkt ein Kampf zwischen der Stimme ihres Gewissens und Satan.
Kurz gesagt flößt Satan dem Menschen, entweder durch das Flüstern in den Verstand oder über bestimmte Leute negative Inspirationen ein, hält ihn ab vom Befolgen von Gottes Weg und seinem eigenen Gewissen, vom Beteiligen an guten Taten, von Dankbarkeit und vom Darbringen von Opfern. Jene, die den Schritten Satans folgen, unterstützen ihn entweder absichtlich oder unabsichtlich und bleiben ihr Leben lang unter den Bösen. Im Quran erklärt Gott den Einfluss Satans auf den Menschen wie folgt:
O ihr, die ihr glaubt! Folgt nicht den Fußstapfen des Satans; denn wer den Fußstapfen des Satans folgt – siehe, er gebietet euch Abscheuliches und Verbotenes. Und ohne Allahs Huld gegen euch und Seine Barmherzigkeit wäre kein einziger von euch geläutert. Jedoch läutert Allah, wen Er will. Und Allah ist hörend und wissend. (Sure 24:21 – an-Nur)
Der Teufel ist in sie gefahren und hat sie das Denken an Allah vergessen lassen. Sie sind Satans Verbündete, und Satans Verbündete sind gewiss verloren.  (Sure 58:19 – al-Mudschadala)
Satan führt seinen Kampf gegen alle Menschen weiter, aber solche Menschen, die gottesfürchtig sind, die vor Bösem bewahren, die auf ihr Gewissen hören, und die einen starken Willen haben, werden von ihm nicht irregeleitet. Willenlose Leute dagegen, die keine Gottesfurcht verinnerlicht haben, werden von Satan versucht, wie die Verse Gottes darlegen. In dem folgenden Vers werden die Merkmale von Leuten, die unter dem Einfluss von Satan stehen, verdeutlicht:
Soll Ich euch von dem Kunde geben, auf welche die Satane niedersteigen? Sie steigen auf jeden sündigen Selbstbetrüger nieder. Diese leihen jeder Lüge ihr Ohr; und die meisten von ihnen lügen auch selbst.  (Sure 26:221-223 – asch-Schu'ara')
Menschen, die unter dem Einfluss von Satan stehen und vom rechten Weg entfernt sind, stellen sich selbst oft als gute und wohltätige Leute dar. Doch ihre Einstellung zu den Menschen, und der Mangel an Liebe, Mitgefühl und Toleranz in ihren Herzen enthüllt, dass Satan absolute Kontrolle über sie hat. Dies wird in einem Vers wie folgt erklärt:
Wer von der Ermahnung des Erbarmers nichts wissen will, dem gesellen Wir einen Satan bei, der sein Begleiter sein wird. Diese bringen sie tatsächlich vom Weg ab, während sie sich für rechtgeleitet halten. (Sure 43:36-37 – az-Zukhruf)

Wie kommen die Bösen zusammen?

Damit die Bösen sich vereinigen und Aktivitäten gegen Gläubige ausführen können, müssen sie zuerst zueinander finden. Es benötigt keine Anstrengung für diesen Zweck. Das Bündnis entsteht spontan und im normalen Verlauf des täglichen Lebens. Der geeignete Boden ist von Satan schon durch verschiedene Methoden und Taktiken gelegt worden.
Alles, von den Leuten, die sich gegen das Gute verbünden bis hin zum Eintritt und der Art ihrer Handlungen, ist vorherbestimmt. Niemals muss ein Aufruf für diese Vereinigung gemacht werden. Der Aufruf wurde schon von Satan in die Herzen jener inspiriert, "die Verderben in ihren Herzen tragen". So kommen sie ohne weitere Hindernisse zusammen, und planen ihre Komplotte und bösen Handlungen. Im täglichen Leben erkennen sie automatisch die anderen Ungläubigen und identifizieren sich mit dem Bösen. Der Zorn, den sie gegen die Gläubigen hegen und der vehemente Hass, der ihr Herz erfüllt, ist der Anlass ihrer Vereinigung. Gott erzählt eine Geschichte über den Zorn gegen die Gläubigen, den die Ungläubigen in ihren Herzen tragen und warnt die Gläubigen folgendermaßen:
O ihr, die ihr glaubt! Schließt keine Freundschaft außer mit euresgleichen. Sie werden nicht zaudern, euch zu schaden, und sie wünschen eueren Untergang. Schon kam offener Hass aus ihrem Mund, aber was ihr Inneres verbirgt, ist schlimmer. Wir machten euch die Zeichen klar, wenn ihr es nur begreifen wolltet. Sieh da! Ihr liebt sie, doch sie lieben euch nicht, obwohl ihr an sämtliche Offenbarungen glaubt. Wenn sie euch begegnen, sagen sie zwar: "Wir glauben!" Sind sie jedoch allein, beißen sie sich aus Wut über euch in die Fingerspitzen. Sprich: "Sterbt an euerer Wut!" Siehe, Allah kennt das Innerste eurer Herzen.  (Sure 3:118-119 – Al-'Imran)
Bei der Schaffung ihrer Vereinigung suchen die Bösen nach bestimmten Merkmalen in einer Person; sie muss sich von Gottes Religion abwenden, sie muss Böses tolerieren, und sie muss bereit sein, ununterbrochen böse Taten auszuführen, ohne dass ihr Gewissen geplagt wird. Die Gegenwart einer Person, die nach den moralischen Werten des Quran lebt, stört die Bösen sehr. Ein einzelnes Wort, dass sie an Eigenschaften wie "guter Charakter", "Rechtschaffenheit", oder "Ehrlichkeit" erinnert, ist für sie unerträglich, weil so die Stimme ihres Gewissens erweckt wird, die sie niemals hören wollen. Dies ist der Grund, warum die Bösen nur die Gesellschaft von anderen Bösen suchen. Sie sind nur glücklich in Gegenwart von bösen Menschen. Sie wünschen sich die Verstärkung ihrer bösen Gesellschaft sehr, denn sie wissen, ein starkes Bündnis von Guten würde ihnen extrem schaden. Ein Dieb zum Beispiel sucht die Gesellschaft von Dieben. Homosexuelle sprechen alle die gleiche Sprache. Egal wo sie sind, finden sie einander und sind selten von einander entfernt. Dies ist so, weil sie unter Ihresgleichen nie für ihr Benehmen verachtet werden, sondern vielmehr von Leuten ermutigt werden, die die gleichen Werte teilen. Eine Person, die unschuldige Leute verleumdet, fühlt sich nur dann wohl, wenn sie von Verleumdern wie sich selbst umgeben ist. Sie hört ihren Ansichten zu, prahlt mit ihren eigenen "Leistungen" und bittet um ihren Rat. Im Gegenzug erzählen die anderen Verleumder ihr von der eigenen Unmoral, von den Grausamkeiten, die sie begangen haben und von ihren Verleumdungen.
Die Allianz der Bösen wird durch diese Anziehung der Bösen Menschen zu einander gebildet. Wenn jemand ihre bösen Taten in Frage stellt, ärgert es sie sehr. Darum wollen sie solche Personen nie in ihrer Umgebung sehen und sich am liebsten nur in der Gesellschaft von anderen Bösen Menschen aufhalten.

Die Bösen meiden die Gesellschaft der Tugendhaften und verspüren ihnen gegenüber Zorn und Hass

Wir haben bereits betont, dass die Bösen unter dem Einfluss von Satan stehen. Ob sie diese Tatsache zugeben oder nicht, der Einfluss von Satan wird in ihren Worten, Einstellungen und Entscheidungen klar erkennbar. Darum ist ihre Einstellung und die Einstellung Satans gegenüber den Tugendhaften die gleiche. Bereits bevor die Bösen Menschen erschaffen wurden hatte Satan die Gemeinschaft der Tugendhaften abgelehnt und einen unnachgiebigen Kampf gegen sie geschworen. Allah erklärt diese Haltung von Satan in den folgenden Versen:
Da warfen sich alle Engel insgesamt nieder, außer Iblis; der wollte sich nicht niederwerfen. Er sprach: "O Iblis! Was ist mit dir, dass du dich nicht niedergeworfen hast?" Er sprach: "Nie werde ich mich vor einem Menschen niederwerfen, den Du aus trockenem Lehm, aus formbarem Schlamm, erschaffen hast."  (Sure 15:30-33 – Al-Hidschr)
Bei näherem Hinsehen erkennen wir auch, dass die wesentlichen Merkmale böser Leute heute ebenfalls ein konstantes Meiden der Tugendhaften, eine ablehnende Einstellung ihnen gegenüber, Arroganz, Ungehorsam und Aufstand sind. Satan hat sich fest zur Verführung von Menschen verpflichtet. Er versucht ununterbrochen, sie von Tugendhaftigkeit und Güte abzubringen und sie irrezuleiten.
All dies zeigt, dass jene, die gemeinsam gegen das Gute arbeiten und versuchen, den Glauben der Menschen an Gott und das Jenseits sowie moralische Werte wie Aufopferung und Loyalität auszurotten, die gleichen offensichtlichen Merkmale besitzen wie Satan. Es ist für diese Leute jedoch unmöglich, Erfolg zu erlangen; weder in dieser Welt noch im Jenseits. Gott wird ihnen das geben, was sie verdienen. Denn Allah ist der Freund und Beschützer Seiner wahren Diener:
Allah ist der Beschützer der Gläubigen. Er führt sie aus tiefer Finsternis zum Licht. Die Ungläubigen aber, ihre Freunde sind bloße Götzen. Diese führen sie aus dem Licht in tiefe Finsternis. Sie sind die Bewohner des Feuers und verweilen ewig darin. (Sure 2:257 – al-Baqara)

DAS WAHRE ZIEL DER ALLIANZ DER BÖSEN

DAS WAHRE ZIEL DER ALLIANZ DER BÖSEN

>Aufgrund ihrer Eifersucht und Rivalität können egoistische, ehrgeizige, skrupellose und böswillige Leute nie wirklich eine gemeinsame Handlung ausführen oder kooperieren. Als Resultat entstehen verschiedene Interessengruppen unter ihnen, die noch mehr Feindschaft und Rivalität untereinander hervorrufen. In einem Vers wird dieses Merkmal der Ungläubigen folgendermaßen zum Ausdruck gebracht:
... Ihre Uneinigkeiten untereinander sind groß. Du hältst sie für eine Einheit, doch innerlich sind sie zerstritten, weil sie ein Volk ohne Einsicht sind.  (Sure 59:14 – al-Haschr)
Trotz der Existenz dieser Interessengruppen unter ihnen führen dennoch einige Faktoren die Bösen zusammen und bringen sie dazu, gemeinsam zu handeln. Vor allem anderen, was sie zusammenbringt und für ein gemeinsames Ziel vereint, steht, wie bereits erwähnt, der Einfluss von Satan auf die Bösen. Ihre Vereinigung ist unabhängig von einem Aufruf, einer Erklärung oder einer schriftlichen Benachrichtigung. In den meisten Fällen wird tatsächlich nie ein Wort gesprochen oder eine Versammlung gehalten, um eine starke Einheit zu schaffen. Sogar vergessen jene, unter denen dauernde Konkurrenz herrscht, oder die wegen Interessenkonflikten Probleme mit einander haben, ihre Uneinigkeiten, wenn es ein gemeinsames Ziel gibt und entscheiden, sich zu vereinigen. Dieses Ziel ist das von Satan befohlene: eine gemeinsame Macht gegen die Tugendhaften zu bilden, gegen Muslime, die an Gott und das Jenseits glauben, gegen aufrichtige, gewissenhafte und ehrliche Leute, die auf der Seite der Gerechtigkeit stehen. Die Bösen wollen die Tugendhaften auf ihre Seite ziehen… Allah informiert über diesen geheimen Aufruf von Satan in dem Vers; "…Die Satane inspirieren ihre Freunde, mit Euch zu streiten…" (Sure 6:121 – al-An'am)
Das letztendliche Ziel dieser Allianz, welche durch die Anstrengungen und die Inspiration von Satan geformt wird, unterscheidet sich nicht von den Zielen der früheren Bösen Menschen.
Wie in der Vergangenheit ist auch heute das Hauptziel der Allianz der Bösen die Ausbreitung moralischer Werte unter den Menschen, wie Selbstaufopferung, Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Gewissenhaftigkeit und Gerechtigkeit zu stoppen. Egal, wie solche Leute sich bemühen, als Verteidiger und Befürworter von Tugend zu erscheinen und scheinbar nach den Prinzipien des Quran zu leben; diese Werte werden immer ein Hindernis zur Erreichung ihrer eigentlichen Ziele bleiben, das heißt, sie passen nicht zu ihren wahren Absichten. Dies ist der Grund, warum die Bösen sich sehr bemühen, die Verbreitung der Quranischen Prinzipien zu blockieren und sich wünschen, dass es weniger tugendhafte Menschen gibt. Gleichzeitig wünschen die Bösen, dass die Tugendhaften vom richtigen Pfad abkommen und sich mit ihnen vereinigen. Sie wünschen, dass die Menschen die Wahrheit ignorieren und weltlichen Zielen und Wünschen nachgehen, wie es die Bösen tun, und damit zu Menschen werden, die nur leben, um zu essen, zu trinken und sich zu vergnügen. Sobald die Tugendhaften anfangen zu reden, zu denken und zu schreiben, und sich gegenüber Jugendlichen, Kindern und Alten in einer ähnlichen Art und Weise verhalten wie sie, werden die Bösen zufrieden sein und aufhören, sie zu bekämpfen. In mehreren Versen informiert Allah uns darüber, dass es ein ernsthaftes Bestreben der Ungläubigen ist, die Tugendhaften auf ihre Seite zu ziehen,
Sie wünschen, dass ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, so dass ihr gleich sind... (Sure 4:89 – an-Nisa)
Wenn sie euch zu fassen bekämen, würden sie sich als euere Feinde erweisen und ihre Hände und Zungen im Bösen gegen euch ausstrecken. Und sie wünschen, dass ihr ungläubig wärt.  (Sure 60:2 – al-Mumtahina)
Viele von den Leuten der Schrift möchten euch, nachdem ihr gläubig wurdet, wieder ungläubig machen, aus Neid in ihren Herzen, obwohl ihnen die Wahrheit inzwischen deutlich geworden war. Vergebt ihnen , aber meidet sie, bis Allah mit Seinem Befehl kommt. Siehe Allah hat Macht über alle Dinge. (Sure 2:109 – al-Baqara)
Allah betont in einem anderen Vers, dass die Ungläubigen ihre Bemühungen fortsetzen werden, bis sie die Gläubigen von ihrer Religion abbringen:
... aber Abwendigmachen von Allahs Weg und vom Glauben an Ihn und (den Zutritt) zur unverletzlichen Moschee (verwehren) und Sein Volk daraus vertreiben, ist bei Allah schlimmer. Verführung ist schlimmer als Töten! Und sie werden nicht eher aufhören, euch zu bekämpfen, als bis sie euch von euerem Glauben abtrünnig gemacht haben, sofern sie dies vermögen. Wer sich aber von euch von seinem Glauben abtrünnig machen lässt und als Ungläubiger stirbt, deren Werke sind vergeblich im Diesseits und im Jenseits, und sind sie Bewohner des Feuers und verweilen ewig darin. (Sure 2:217 – al-Baqara)
Ein weiteres primäres Ziel der Allianz der Bösen ist es, durch verschiedene Methoden Gläubige am Ausführen guter Taten zu hindern, wenn sie sie nicht auf ihre Seite ziehen konnten. Berichte über die früheren Völker bilden einen wichtigen Teil des Quran und informieren uns über deren Methoden zur Schädigung der Einheit der Gläubigen, die von Verleumdung über Verhaftung, Bedrohung, Mord, Attentate, Massaker bis hin zu Vertreibung, Verspottung und Demütigung reichen. Einige solcher Verse lauten folgendermaßen:
(Noch) andere haben eine Moschee erbaut, um Unheil, Unglauben und Spaltung unter den Gläubigen zu stiften, und als Rückhalt für den, welcher zuvor Allah und Seinen Gesandten bekämpft hatte. Und wahrlich, sie schwören: "Wir bezwecken ja nur Gutes!" Aber Allah ist Zeuge, dass sie Lügner sind.  (Sure 9:107 – at-Tauba)
Vor ihnen leugnete schon Noahs Volk. Sie nannten Unseren Diener einen Lügner und sagten: "Ein Besessener!" Und er wurde ausgestoßen. (Sure 54:9 – al-Qamar)
Allah verbietet euch nicht, gegen die gütig und gerecht zu sein, die euch nicht wegen eueres Glaubens bekämpft oder euch aus eueren Häusern vertrieben haben. Allah liebt fürwahr die gerecht Handelnden.  (Sure 60:9 – al-Mumtahina)
Es sollte jedoch nicht vergessen werden, dass Allah im Quran klarstellt, dass die Bemühungen jener, die von der Religion Gottes abwenden und gegen Seine Propheten revoltieren, sinnlos sind:
(Schon) vor ihnen bestritten dies das Volk Noahs und danach die Verbündeten. Jedes Volk plante, sich an Seinen Gesandten zu vergreifen. Und sie stritten mit trügerischen Beweisen, um die Wahrheit dadurch zu widerlegen. Darum erfasste Ich sie, und wie war Meine Züchtigung!  (Sure 40:5 – Ghafir)

FÜHRER DER ALLIANZ DER BÖSEN

FÜHRER DER ALLIANZ DER BÖSEN

Im Quran stellt Allah klar, dass die Unheilstifter auf Erden, die sich bemühen, Gläubige von ihren edlen Zielen abzuhalten, stets von bestimmten Leuten angeführt werden. Diese Leute sind, in den Worten des Quran, die "Vorausgegangenen des Volkes". Eine genaue Lektüre des Quran zeigt, dass solche Führer in jeder Gesellschaft der Geschichte existierten. Diese Führer versuchten, die Massen gegen die Gläubigen aufzubringen und blieben, während sie ihre von Reichtum und gesellschaftlichem Status herrührenden Macht auskosteten, arrogant, aggressiv und unnachgiebig. Beeindruckt von der auf Reichtum und zeitweiliger Macht basierenden scheinbaren Großartigkeit dieser Führer, fürchteten die Menschen sie generell und folgten aus dieser Furcht heraus ihrem falschen Weg. Der Quran warnt uns jedoch und informiert uns, dass Leute, die solchen Führern folgen und ihr Vertrauen in sie setzen, einen schweren Fehler begehen, der ein Grund sein kann, ins Höllenfeuer geworfen zu werden. Allah erklärt diese Tatsache in Seinen Versen folgendermaßen:
Und wahrlich, Moses hatten Wir mit Unseren Wundern entsandt und klaren beweisen. Zu Pharao und seinen Großen. Und sie folgten Pharaos Befehl, doch Pharaos Befehl war nicht gerecht.  (Sure 11:96-97 – Hud)
Und Wir machten sie zu Anführern auf dem Weg zum Feuer. Und am Tage der Auferstehung werden sie nicht gerettet werden. Wir ließen ihnen in dieser Welt einen Fluch folgen. Und am Tage der Auferstehung werden sie verabscheut sein.  (Sure 28:41-42 – al-Qasas)
Einige jener, die Unruhen und Korruption in der Gesellschaft hervorrufen, sind Leute, die Macht und Reichtum besitzen. Dies wird in einem Vers folgendermaßen ausgedrückt:
Und wenn Wir eine Stadt zu zerstören wollen, ergeht Unsere (letzte) Warnung an die üppig darin Lebenden. Wenn sie weiter freveln, erfüllt sich der Richtspruch an ihr, und Wir zerstören sie von Grund aus.  (Sure 17:16 – al-Isra)
Und so haben Wir in jede Stadt die größten Übeltäter auftreten lassen, damit sie dort ihr Unwesen treiben. Doch sie überlisten sich nur selber und wissen es nicht. (Sure 6:123 – al-An'am)
Wenn wir über die Führer einer Gesellschaft reden, sind die ersten Dinge, die uns in den Kopf kommen, der Reichtum, den sie besitzen und die Macht, die sie durch solchen Reichtum innehaben und ausleben. Diese Führer kontrollieren viele der wichtigsten gesellschaftlichen Institutionen und können so ohne Schwierigkeit die Massen indoktrinieren und ihnen ihren Lebensstil und ihre Einstellung aufzwingen, welche weit von den Quranischen Werten entfernt sind. Eine andere Methode, die sie benutzen, ist das Einschüchtern der Tugendhaften durch ihre Macht. Dieses Merkmal von Führern wird in dem folgenden Vers beschrieben:
Doch niemand bekannte sich zu Moses außer einiger jungen Leute seines Volkes, aus Furcht vor Strafe des Pharao und seiner Oberhäupter. Denn Pharao war tatsächlich voller Macht im Land, und er war einer der maßlos Ausschweifenden.(Sure 10:83 – Yunus)
Die führenden Köpfe und Leiter dieser bösen Allianz sind Führer, die Einfluss auf die Massen haben. Diese Führer verbünden sich gegen die Tugendhaften und hecken Pläne aus, um sie zu besiegen oder sie ineffektiv zu machen. Bei ihren Bemühungen bekommen sie Hilfe von Leuten, die die gleichen Ansichten teilen. Die Schilderung über Prophet Moses im Quran gibt uns Beispiele hierfür:
Da kam ein Mann vom anderen Ende der Stadt herbeigeeilt und rief: "Moses! Die Oberhäupter beraten darüber, dich hinrichten zu lassen. Darum geh weg! Ich bin dir bestimmt ein guter Ratgeber."  (Sure 28:20 – al-Qasas)
Dann zog sich Pharao zurück und raffte seine ganze List zusammen. Alsdann kam er (zum Treffen). (Sure 20:60 – Ta Ha)
Diese Verse stellen auch klar, dass die Führer der Bösen Versammlungen abhalten um Entscheidungen gegen die Tugendhaften zu treffen und ihre eigene Allianz durch das Zusammenbringen jener stärken wollen, von denen sie hoffen, sie gegen die Tugendhaften benutzen zu können. In der Geschichte der Menschheit folgten diejenigen, die der Allianz der Bösen anhingen, immer, entweder aus Angst, Schüchternheit oder Beeindrucktsein durch ihre Macht, den Führern der Bösen. Zum Beispiel würden jene, die skrupellos genug waren, unter dem Befehl von Führern wie Pharao, Mao, Hitler, Stalin und Pol Pot zu Millionen unschuldiger Menschen zu massakrieren oder solche, die terroristischen Vereinigungen beitraten und Menschen töteten, auch behaupten, dass sie solche Taten begingen, weil sie die Grausamkeit ihrer Führer fürchteten oder von ihrer Macht beeindruckt waren. Vielleicht gibt es in dieser Welt einige Leute, die von solchen heuchlerischen Erklärungen und Schuldzuweisungen getäuscht werden. Im Jenseits dagegen werden diese Erklärungen keine Wirksamkeit mehr besitzen. So ist das Ende der Bösen und ihrer Führer:
Er wird sprechen: "Tretet ins Feuer ein zu den Scharen der Dschinn und Menschen, die vor euch lebten." Und so oft eine Gruppe eintritt, verflucht sie die vorausgegangene, bis sie alle eingetreten sind und die letzte über die erste spricht: "Unser Herr, diese da haben uns irregeführt; so gib ihnen die doppelte Feuerspein." Er wird sprechen: "Jeder verdient das Doppelte, doch ihr versteht diese nicht." Und die erste wird zu der letzten sprechen: "Was habt ihr nun uns gegenüber für einen Vorteil? Kostet die Strafe nach Verdienst!" Siehe, denjenigen, die Unsere Botschaft der Lüge zeihen und sich hochmütig davon abwenden, werden die Tore des Himmels nicht geöffnet, und sie gehen nicht ins Paradies ein, bevor denn ein Kamel durch ein Nadelöhr geht. Und so belohnen Wir die Missetäter. (Sure 7:38-40 – al-A'raf)
Die Macht der Führer der Ungläubigen wird ihnen und den Leuten, die ihnen folgten dann nicht mehr nützen. Der Besitzer aller Macht und allen Seins ist unser Herr, Allah. Niemand kann etwas Gutes tun oder eine Person verletzen außer durch den Willen von Gott. In der Geschichte standen Gläubige, die sich dieser Wahrheit bewusst waren, weder unter dem Einfluss von Pharao, noch Nimrod, noch irgendeinem anderen bösen Führer. Sie fürchteten allein Gott, suchten sein Wohlgefallen und waren standhaft gegen das Böse. Im Quran informiert Allah uns beispielsweise, dass die Mehrheit des Volkes von Prophet Moses die Grausamkeit von Pharao und seiner unmittelbaren Gefolgschaft fürchtete und so vom richtigen Weg fernblieb. Nur einige junge Leute standen zu Moses. Ähnlich wurde den Zauberern, die von Pharao beauftragt wurden, einen Plan gegen den Propheten Moses auszubrüten, die Wahrheit deutlich und sie folgten Ihm sofort. Die Drohungen von Pharao beeinflussten den Glauben dieser tapferen und standhaften Menschen nicht. Das gute Verhalten der Zauberer wird im Quran folgendermaßen erzählt:
Doch die Zauberer warfen sich in Anbetung nieder. Und sprachen: "Wir glauben an den Herrn der Welten. Den Herrn von Moses und Aaron." Pharao sprach: "Glaubt ihr an Ihn, bevor ich es euch erlaube? Ihr habt diese List in dieser Stadt ersonnen, um ihre Bewohner daraus zuvertreiben. Aber ihr werdet schon nach erfahren... Wahrlich, ich haue euch wechselseitig Hand und Fuß ab; dann kreuzige ich euch gewiss allesamt." Sie sprachen: "Siehe, zu unserem Herrn kehren wir zurück. Du nimmst doch nur deshalb Rache an uns, weil wir an die Wunderzeichen unseres Herrn glauben, nachdem sie zu uns gekommen sind. Unser Herr, wappne uns mit Geduld und nimm uns als Gottergebene zu Dir."  (Sure 7:120-126 – al-A'raf)
Wie diese Verse klar machen, können keinerlei Umstände, Bedrohungen oder Angriffe die Allianz jener zerstören, die aufrichtig und gewissenhaft sind. In der gleichen Weise wie die Bösen Führer haben, die sie zu Bosheit, Kaltherzigkeit und somit schließlich in die Hölle leiten, haben auch die Tugendhaften Leiter, die sie zur Wahrheit, zu Gottes Wohlgefallen und Mitgefühl und somit schließlich zum Paradies führen. Einige Verse beschreiben jene, die Menschen zu Tugendhaftigkeit und Güte führen:
Und Wir schenkten ihm Isaak, und Jakob dazu, und machten alle beide rechtschaffen. Und Wir machten sie zur Vorbildern, die auf Unser Geheiß rechtleiteten, und wiesen sie an, Gutes zu tun, das Gebet zu verrichten und Almosen zu entrichten. Und sie verehrten Uns. (Sure 21:72-73 – al-Anbiya)
Und Wir gaben ihnen Führer aus ihrer Mitte, die sie nach Unserer Anordnung rechtleiteten, nachdem sie sich als Standhaft erwiesen und fest an Unsere Botschaft geglaubt hatten. .(Sure 32:24 – al-Sadschda)
Diese waren rechtschaffene Leute, die ihr Leben lang Menschen zu Glauben und dem richtigen Weg Gottes führten.

DIE INTRIGEN DER ALLIANZ DER BÖSEN

DIE INTRIGEN DER ALLIANZ DER BÖSEN

Wie bereits mehrmals in diesem Buch aufgezeigt wurde, ist die Tatsache, dass die Bösen sich gegen die Tugendhaften verbünden um sie ineffektiv zu machen und dass sie sich bemühen ihnen zu schaden, eine Realität, die im Quran betont wird. Gott hat in mehreren Versen klar gemacht, dass Leute, die dem Aufruf von Satan folgen, große Anstrengungen machen, um die Menschen von der Befolgung der Prinzipien des Quran abzuhalten. Das ist der Grund, warum die Tugendhaften immer wachsam und vorsichtig in Bezug auf die Bösen sein müssen, und alles, was um sie herum passiert, im Licht des Quran interpretieren sollten.
Wir dürfen bei allem nicht vergessen, dass alles, was geschieht, Teil des Schicksals ist, das von Gott bestimmt wurde und dass nichts durch Zufall passiert. Es liegt etwas Gutes und ein göttlicher Sinn in solch einer bösen Allianz, die gegen aufrichtige und gewissenhafte Leute vorgeht. Gott wird das Gute und den Zweck solcher bösen Pläne enthüllen, wenn Er will; entweder in dieser Welt oder im Jenseits. Dementsprechend müssen sich Gläubige vergegenwärtigen, dass "…Allah wird den Ungläubigen keine Möglichkeit geben, gegen die Gläubigen vorzugehen." geben wird (Sure 4:141 – an-Nisa). In anderen Versen wird bestätigt, dass Allah Seinen aufrichtigen Dienern helfen wird:
Jenen, die schuldlos aus ihren Wohnungen vertrieben wurden, nur weil sie sagten: "Unser Herr ist Allah!" Und hätte Allah nicht die einen Menschen durch die anderen abgewehrt, wären (viele) Klöster, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in denen Allahs Name häufig gedacht wird, bestimmt zerstört worden. Und wer Ihm helfen will, dem hilft gewiss auch Allah; denn Allah ist stark und mächtig. Denen (hilft Er,) die – wenn Wir ihnen auf Erden Macht verliehen haben – das Gebet verrichten und die Steuer entrichten und das Rechte gebieten und das Unrechte verbieten. Und Allah bestimmt den Ausgang aller Dinge.  (Sure 22:40-41 – al-Hadsch)
Obwohl wir verstehen müssen, dass die Aktivitäten, die durch die Zusammenarbeit der Bösen ausgeführt werden, komplex sind, bleibt es eine Tatsache, dass eine Person, die die Welt gemäß dem Quran interpretiert, keine Schwierigkeiten beim Erkennen dieser Intrigen haben wird und begreift, dass viele der Ereignisse, von denen sie einmal annahm, sie seien der Lauf der Dinge, in Wirklichkeit Teil eines Planes der Bösen sind.
In den folgenden Seiten werden einige Beispiele von den komplexen und unauffälligen Aktionen der Allianz der Bösen angeführt. Der Sinn hiervon ist es, den aufrichtigen Dienern Gottes zu helfen, die Bösen um sie herum zu erkennen und ihnen einen Ausweg zu zeigen.

Die Bösen versuchen, die Tugendhaften durch Diffamierung zu verletzen

Das offensichtlichste Merkmal einer unaufrichtigen und falschen Person ist ihre Selbstdarstellung als ein vollkommen anderer Mensch, der scheinbar ein Gegner von Unmoral, Aufstand, Untreue, Prostitution und ähnlichen Formen von Verderbnis ist, während er in Wahrheit selbst ein verachtenswertes Leben führt. Typischerweise wird solch eine Person eines Tages als ein leidenschaftlicher Verteidiger religiöser Werte und als ein Hüter von Reinheit auftreten, der andere für ihr unmoralisches Verhalten streng verurteilt. Als ob er der ehrlichste und aufrichtigste Mensch auf Erden sei, würde er das falsche Verhalten von anderen kritisieren, sogar dahingehend, dass er von solch unmoralischem Verhalten offenbar entsetzt ist und es verdammt. Jene, die unfähig sind, solche Dinge genau zu betrachten, und alles, was sie hören und sehen, bereitwillig akzeptieren, werden höchstwahrscheinlich von solch einer Person, die "Unschuld und Tugend" vorspielt, getäuscht werden.
Diese "pseudo-rechtschaffenen" Leute sehen sich als diejenigen an, die die "Gesellschaft zurechtrücken". Jedoch sind sie die wahrhaft Verdorbenen, die Leute zu Unmoral ermutigen. Allah informiert uns über den Zustand dieser Leute folgendermaßen:
Spricht man zu ihnen: "Stiftet kein Unheil auf der Erde", so sagen sie: "Wir sind ja die Rechtschaffenen." Ist es aber nicht so, dass sie die Unheilstifter sind? Doch sie merken es nicht. (Sure 2:11-12 – al-Baqara)
Wie aber, wenn sie für das ein Unheil trifft, was ihre Hände zuvor taten? Dann kommen sie zur dir, bei Allah schwörend: "Siehe, wir wünschen nur Gutes und Versöhnung." (Sure 4:62 – an-Nisa)
Eine andere Taktik, die von den Bösen angewandt wird, um sich als gut, tugendhaft, ehrlich und mitfühlend zu präsentieren, ist, über die wirklich Tugendhaften schlecht zu sprechen. Während sie sie diffamieren, betonen sie oft, dass sie die Öffentlichkeit bloß vor dem "Bösen" solcher Leute schützen wollen. Der Pharao ist das beste Beispiel für jemanden, der in der Geschichte wegen genau diesem Verhalten unterging. Der Pharao war ein grausamer, aggressiver, vulgärer, erbarmungsloser und arroganter Mensch, der seine Leute unerträglicher Bestrafung aussetzte und die Existenz Gottes leugnete. Er bemühte sich, sein Volk gegen Moses aufzubringen, indem er ihn als böse und sich selbst als eine Person mit "guten Absichten" darstellte. Diese täuschende Methode von Pharao wird im Quran folgendermaßen beschrieben:
Da sprach Pharao: "Lasst mich Moses töten – soll er doch seinen Herrn rufen! Denn ich fürchte, er ändert eueren Glauben oder lässt im Lande Unheil entstehen." (Sure 40:26 – Ghafir)
Sie sagten: "Diese beiden sind bestimmt Zauberer. Sie wollen uns mit ihrer Zauberei gewiss aus unserem Land vertreiben und uns unserer Lebensweise berauben. So nehmt euer ganzes Können zusammen; dann tretet geschlossen vor. Wohl dem, der heute obsiegt!" (Sure 20:63-64 – Ta Ha)
Wie in den oben zitierten Versen dargelegt wird, versuchte Pharao, den Propheten Moses (a.s.) in den Augen der Öffentlichkeit schuldig erscheinen zu lassen, während er selbst die Rolle eines Retters und einer selbstaufopfernden Person annahm, die sich um das Wohlergehen ihrer Untergebenen sorgt. Leute, die nicht weise handelten, und nicht auf ihr Gewissen hörten, wurden von den Lügen des Pharaos getäuscht und unterstützten ihn. Aber die Wahrheit ist heute offensichtlich; wir wissen nun, wer die Bösen und wer die Guten waren. Was jedoch wichtiger ist, ist, dass Gott alles weiß und alles sieht. Im Jenseits wird Gottes Gerechtigkeit herrschen und das wahre Gute und Böse wird offensichtlich sein. Pharao brütete einen Plan gegen Moses aus aber stand letztendlich großer Enttäuschung sowohl in dieser Welt als auch im Jenseits gegenüber. In der selben Weise haben solche, die sich heutzutage bemühen, die Tugendhaften als Böse, die Vertrauenswürdi-gen als Verräter, und die Hilfsbereiten als Heuchler darzustellen, sich schon zu einem ähnlichen Ende verdammt, es sei denn, sie bereuen und legen ihre bösen Verhaltensweisen ab. Wie Gottes Bote (s.a.w.s) auch sagte "Verdammt ist derjenige, der einen Gläubigen verletzt, oder sich ihm gegenüber unaufrichtig verhält." 2
Wir müssen auch im Gedächtnis behalten, dass die Bösen, egal wie sehr sie sich auch bemühen, Gottes wahre ergebene Diener weder auf ihre Seite ziehen, noch sie sich selbst ähnlich erscheinen lassen können. Denn gute und rechtschaffene Leute sind weit von dem entfernt, was die Bösen sagen:
Schlechte Frauen sind für schlechte Männer, und schlechte Männer sind für schlechte Frauen! Und gute Frauen sind für gute Männer, und gute Männer sind für gute Frauen! Diese sind frei von dem, was sie ihnen nachsagen. Vergebung und eine ehrenhafte Versorgung (für sie)! (Sure 24:26 – an-Nur)
Aus diesem Grund sind die Bösen, obwohl in Überzahl, immer viel schwächer als die Tugendhaften. Sie sind sich vollkommen darüber im Klaren, dass Gläubige von Natur aus gute und barmherzige Leute sind und sehen nur im "Verleumden" eine Lösung. Zu diesem Zweck nutzen sie jede mögliche Gelegenheit.
Wie der Quran informiert, wurden in der Geschichte der Menschheit gute und aufrichtige Leute der Hexerei beschuldigt, dem Lügen, der Wahrsagerei und der Perversion bezichtigt und verschiedenen anderen Formen von Verleumdung ausgesetzt. Gläubige aber, die Opfer solcher verleumderischer Anschuldigungen wurden, waren zu keiner Zeit überwältigt oder verzweifelt. Im Gegenteil, solche Erlebnisse, welche auch die Propheten und andere wahre Gläubige befielen, lässt sie an Eifer und Motivation noch zunehmen.
Im Fall des Propheten Joseph (Yusuf, a.s.) zum Beispiel heckten sowohl seine Brüder als auch die Frau des Herrn, der ihn adoptierte, Pläne gegen ihn aus. Aber es wird mit absoluter Sicherheit eine Zeit kommen, da solch ein intrigantes verleumderisches Verhalten gegen Gläubige bestraft werden wird. Die Verleumdung, der Joseph von seinen Brüdern ausgesetzt wurde, war folgende:
Sie sagten: "Wenn er stahl, dann hat zuvor auch ein Bruder von ihm gestohlen." Joseph aber hielt seine Gedanken verborgen und offenbarte sie ihnen nicht. Er sprach (bei sich:) "Ihr seid viel schlechter dran; und Allah weiß wohl, was ihr da behauptet." (Sure 12:77 – Yusuf)
Jene, die übelste Anschuldigungen und große Verleumdungen gegen Maria und gegen die ehrenwerte Frau unseres Propheten Muhammad (s.a.w.s) erhoben, und diejenigen, die andere Propheten der Perversion und Zauberei bezichtigten, teilten allesamt die gleiche Einstellung. Sie wussten ohne jeden Zweifel, dass diese gesegneten Menschen, die moralische Vollendung in jeder Situation ihres Lebens zeigten, viel zu tugendhaft und ehrenwert waren, um eine dieser Missetaten zu begehen. Nur um diese edlen Leute in den Augen der Öffentlichkeit zu erniedrigen und das Vertrauen und die Unterstützung, welche die Leute diesen wahren Gläubigen zukommen ließen, zu zerbrechen, behalfen sie sich mit solchen niederen Methoden der Verleumdung. Einige der Verleum-dungen, die von Ungläubigen aus diesen Gründen hervorgebracht wurden, werden im Quran in den folgenden Versen erwähnt:
Sie wunderten sich, dass ein Warner aus ihrer eigenen Mitte zu ihnen kam, und so sagten die Ungläubigen: "Dies ist ein Zauberer, ein Lügner! Macht er etwa die Götter zu einem einzigen Gott? Das ist wirklich eine seltsame Sache." Und ihre Anführer sagten: "Geht und haltet an eueren Göttern fest; so soll es sein. Wir hörten hierüber (auch) nichts in der jüngsten Religion. Dies ist gewiss eine bloße Erdichtung. Ist die Ermahnung unter uns (allen) etwa nur auf ihn herabgesandt worden?" Nein! Sie sind über Meine Ermahnung im Zweifel. Nein! Sie haben Meine Strafe noch nicht verspürt.  (Sure 38:4-8 – Sad)
Die Vornehmen seines Volkes sprachen: "Siehe, wir sehen dich in offenkundigem Irrtum."  (Sure al-A'raf: 60)
All diese Handlungen scheiterten jedoch letztendlich und wirkten sich negativ auf die Verleumder selbst aus. Gläubige dagegen wurden öffentlich von jeder Anschuldigung befreit, und behielten wie immer ihre Würde. Prophet Joseph (a.s.) zum Beispiel, der des Diebstahls beschuldigt wurde, war so offensichtlich vertrauenswürdig, dass der König Ägyptens ihm ganze Läden anvertraute. Die Leute hetzten gegen Maria und bezichtigten sie der Unkeuschheit, obwohl sie allen anderen Frauen vorgezogen wurde. Prophet Joseph (a.s.) wurde das Opfer einer ähnlichen Verleumdung, trotz der Tatsache, dass er ein edler Mensch war, der Gottes Regeln und Verbote genau befolgte. Allah teilt uns im Quran mit, dass im Leben nach dem Tode die Ankläger und Verleumder für das bestraft werden, was sie den Gläubigen antaten:
Siehe, diejenigen welche die Verleumdung aufbrachten, sind eine ganze Gruppe unter euch. Erachtet es nicht für ein Übel für euch. Nein, es ist gut für euch. Jeder von ihnen wird erhalten, was er an Sünde verdient hat. Und derjenige, welcher es übernahm, (die Verleumdung) zu vergrößern, soll gewaltige Strafe empfangen.  (Sure 24:11 – an-Nur)
Und damit Er die Heuchler und Heuchlerinnen und die Götzenanbeter und Götzenanbeterinnen bestrafe, die über Allah übel denken. Über sie bricht Unheil herein. Allah zürnt ihnen und verwirft sie und hat die Hölle für sie vorbereitet. Was für ein schlimmes Ende!  (Sure 48:6 – al-Fath)

Die Bösen nutzen all ihre Ressourcen gegen die Tugendhaften

Zwei der offensichtlichsten Merkmale von Ungläubigen sind Gier und Selbstsüchtigkeit. Sie vermeiden es generell, ihr Geld für einen guten Zweck auszugeben. Sie sind nicht willig, auch nur ein weniges von ihrem Geld und Reichtum auszugeben, um das Wohlgefallen Gottes zu erlangen. Wenn sie dagegen zu bösen Taten gerufen werden, zögern sie nicht, reichlich von dem auszugeben, was sie besitzen. Darüber hinaus konkurriert jede Gruppe innerhalb der Allianz der Bösen mit den anderen, wenn es darum geht, wer den Tugendhaften am meisten Schaden zufügt. Sie motivieren jene, die vielleicht langsam oder zögernd beim Ausbrüten von Plänen gegen die Tugendhaften sind und stellen sicher, dass sie so viel Energie wie möglich zu diesem Zweck aufbringen.
Diese Leute, die nie versuchen, sich an etwas Gutem zu beteiligen, strengen sich dagegen aufs äußerste an, wenn es um die Ausführung einer bösen Handlung geht. Allah beschreibt uns in dem folgenden Vers, dass sie niemals zögern, ihren Reichtum für Böses auszugeben:
Siehe, die Ungläubigen verwenden ihr Vermögen dafür, von Allahs Weg abzubringen. Sollen sie es nur ausgeben! Dann werden sie es bedauern, und dann werden sie doch besiegt werden. Und die Ungläubigen werden in der Hölle versammelt werden. (Sure 8:36 – al-Anfal)

Sie drohen den Tugendhaften und versuchen, sie einzuschüchtern

Die Allianz der Bösen flüchtet sich in Bedrohung und Einschüchterung gegen die Tugendhaften und versucht so, sie vom richtigen Weg abzuringen. Diese Methode, die in der Vergangenheit oft gegen die Tugendhaften benutzt wurde, ist auch heutzutage aktuell. Die bedrohlichste Allianz von Bösen, die aus der Geschichte bekannt ist, wurde von Pharao und seinem unmittelbaren Umfeld gebildet, welche wir in früheren Teilen dieses Buches bereits erwähnten. Pharao drohte dem Propheten Moses (a.s.) und seinen Gefährten mit Folter und Hinrichtung. Die Grausamkeit von Pharao wird in den folgenden Versen beschrieben:
Pharao sprach: "Glaubt ihr an Ihn, bevor ich es euch erlaube? Ihr habt diese List in dieser Stadt ersonnen, um ihre Bewohner daraus zuvertreiben. Aber ihr werdet schon nach erfahren... Wahrlich, ich haue euch wechselseitig Hand und Fuß ab; dann kreuzige ich euch gewiss allesamt." (Sure 7:123-124 – al-A'raf)
Aus dem Quran lernen wir, dass die böse Allianz den Gläubigen außer mit dem Tod auch mit Vertreibung und Enteignung ihres Besitzes drohte:
Und wahrlich, fast hätten sie dich zum Verlassen des Landes bewogen, um dich (endgültig) daraus zu vertreiben. Aber dann wären sie selbst nur noch kurze Zeit nach dir dort geblieben. (Sure 17:76 – al-Isra)
Und lauert nicht auf jedem Weg – die an Ihn glauben bedrohend und von Allahs Weg abwendend – und sucht nicht, ihn abzubiegen. Und bedenkt, dass ihr wenige wart und Er euch vermehrte. Und seht, wie das Ende derer war, die Verderben stifteten.  (Sure 7:86 – al-A'raf)
Die Wortführer der Hochtrabenden seines Volkes sprachen: "Wahrlich, wir werden dich aus unseren Städten hinaustreiben, o Schuayb, samt den Gläubigen, die bei dir sind, es sei denn, ihr kehrt zu unserer Religion zurück." Er sprach: "Etwa auch, wenn sie uns ein Gräuel ist? . (Sure 7:88 – al-A'raf)
Manchmal üben Ungläubige verdeckte Arten von Drohung aus. Ihre Rede klingt, als ob sie sich um das Gute, die Sicherheit und das Wohlergehen der Tugendhaften sorgten. Sie raten den Tugendhaften eindringlich, nicht mit Gläubigen zusammen zu arbeiten und betonen, dass sie dies nur sagen, um die Sicherheit und das Wohlergehen der Tugendhaften sicherzustellen und dass diese sonst schlimme Konsequenzen zu erleiden haben werden. Mit dieser Methode wollen sie implizit ausdrücken, dass jeder, der den Gläubigen beisteht und sie unterstützt, in Schwierigkeiten geraten, große Not durchmachen, und viel Verlust erleiden wird. Zudem bestrafen sie, als eine Warnung der anderen, einige der Tugendhaften durch ihre verschiedenen Methoden und drücken so unterschwellig eine Drohung aus. Andererseits werden sie nie vernachlässigen, denjenigen Versprechen zu geben, vollste Unterstützung und Schutz bereitzustellen, von denen sie hoffen, dass sie mit den Tugendhaften brechen. Die Führer der Leute des Propheten Schuayb (a.s.) beispielsweise drohten den Gefährten Schuayb verdeckt und implizit:
Doch die ungläubigen Anführer seines Volkes sprachen: "Wahrlich, wenn ihr Schuayb folgt, dann seid ihr verloren!"  (Sure 7:90 – al-A'raf)
Die wahren tugendhaften, geduldigen, tapferen und standhaften Gläubigen, die sich ihrem Ziel vollkommen hingeben und nur die Angst vor Gott in ihren Herzen tragen, schützten vor den Bösen und ignorierten solche Drohungen. Kein Druck und keine Drohungen, die Ungläubige aufbrachten, veränderten ihre Einstellung; sie folgten dem rechten Weg weiter wie von Gott befohlen. Die Antwort, die Prophet Schuayb (a.s.) seinem Volk, das ihm gedroht hatte, gab und die Aussagen der Zauberer des Pharao, sind wirkungsvolle Beispiele:
Wen wir zu euerer Religion zurückkehrten, würden wir gegen Allah eine Lüge ersinnen, nachdem uns Allah aus ihr befreite. Wir kehren nicht zu ihr zurück, es sei denn, Allah, unser Herr, wollte es. Unser Herr umfasst alle Dinge mit Seinem Wissen. Auf Allah vertrauen wir. Unser Herr, entscheide nach der Wahrheit zwischen uns und unserem Volk; Du bist der beste Richter." (Sure 7:89 – al-A'raf)
Sie sprachen: "Siehe, zu unserem Herrn kehren wir zurück. Du nimmst doch nur deshalb Rache an uns, weil wir an die Wunderzeichen unseres Herrn glauben, nachdem sie zu uns gekommen sind. Unser Herr, wappne uns mit Geduld und nimm uns als Gottergebene zu Dir."  (Sure 7:125-126 – al-A'raf)

Die Bösen versuchen, die Tugendhaften vor den Augen der Leute zu demütigen und zu degradieren

Verspottung und Degradierung von Gläubigen ist eine der Methoden, die von den Bösen gegen die Rechtschaffenen angewandt wird, mit dem Ziel, Gläubige zu demütigen und sie in den Augen anderer als unbedeutend und wertlos erscheinen zu lassen. Das Ziel der Bösen ist es, die Tugendhaften auszurotten, um die Verbreitung auf den Lehren des Quran gegründeter moralischer Werte zu stoppen, und Leute daran zu hindern, diesen Werten zu folgen.
Die wirklich tugendhaften, gewissenhaften und aufrichtigen Leute laden auch ihre Mitmenschen ein, nach den gleichen Werten zu leben, wie sie. Sie versuchen ernsthaft und aufrichtig, ihnen die Segen der Quranischen Moral, die Realität des Jüngsten Tages und des Jenseits und die Wichtigkeit der Gottesfurcht zu erklären. Ihre Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit hinterlässt normalerweise einen positiven Eindruck auf der Mehrheit der Leute und führt sie zu Glauben an Gott, gute Moral, Rechtschaffenheit, Segen, Gewissenhaf-tigkeit, Loyalität, Unterstützung, Respekt und Liebe. Verfeindete und uneinige Leute vereinigen sich, dank dem positiven Einfluss der Tugendhaften.
Zweifellos sind solche Verbesserungen der Gesellschaft nicht im Sinne der Bösen, Neidischen und Unmoralischen. Um diese positiven Einwirkungen umzukehren, machen sich die Bösen über die Tugendhaften lustig, nennen sie geisteskrank, engstirnig, naiv, betrügerisch, hochstaplerisch, mit der Absicht, sie in Verrufenheit zu bringen. Sie denken, dass die Ansichten und Anstrengungen einer Person, die als geistesgestört oder falsch dargestellt wird, den Respekt und die Anerkennung der Leute nicht mehr gewinnen könnten. Dies ist eine Taktik, die Jahrtausende lang von falschen und verleumderischen Leuten, allesamt Ungläubige und Heuchler, angewandt worden ist, die aber nie wirklich erfolgreich war.
Die Geschichte stellt reichlich Beispiele zur Verfügung von den Propheten, von den Gefährten des Propheten Muhammad (s.a.w.s), von islamischen Gelehrten und von wahren Muslimen, die sich um das Wohl der Menschheit und die Verbesserung der Moral bemühten und die ständig Beleidigungen und Spott ausgesetzt waren. Die Beleidigungen und Verspottungen enthüllten den Hass und den Neid, den die Bösen gegen die Tugendhaften hegten. Allah informiert uns, dass das, was sie in ihren Herzen verstecken, weit schlechter als das ist, was sie sagen:
O ihr, die ihr glaubt! Schließt keine Freundschaft, außer mit euresgleichen. Sie werden nicht zaudern, euch zu schaden, und sie wünschen eueren Untergang. Schon kam offener Hass aus ihrem Mund, aber was ihre Brust verbirgt, ist schlimmer. Wir machten euch die Zeichen klar, wenn ihr es nur begreifen wolltet. . (Sure 3:118 – Al-'Imran)
Wie bereits erwähnt wurde, ist der eigentliche Grund für die aggressive Einstellung und den Hass der Bösen gegen die Tugendhaften deren Ablehnung der Wünsche und Vorstellungen der unmoralischen und skrupellosen Leute, welche Gottes Einschränkungen und Regeln nicht beachten, und dass sie Gottes Befehle und Verbote über ihre eigenen Wünsche stellen. Wenn solche bösen Menschen einen gewissenhaften Muslim treffen, der vor dem Bösen beschützt und seinem Ego (an-nafs) nicht folgt, nehmen sie eine aggressive Einstellung an und versuchen, ihn sowohl physisch als auch verbal zu verletzen.
Einer der Ausdrücke, der von den Bösen in ihrem Angriff auf die Tugendhaften am häufigsten benutzt wird, lautet "geistesgestört". Wie im Quran dargelegt wird, wurden viele wahre Diener Gottes der Geistesgestörtheit angeklagt. Selbstver-ständlich waren die Ankläger sich vollkommen bewusst, dass es diesen Leute auf keinen Fall an Vernunft fehlte. Im Gegenteil wussten sie sogar sehr gut, dass jeder von ihnen eine sehr intelligente Person mit hoher Moral war. Jedoch ist, wie bereits erwähnt, die Absicht der Ankläger, die Glaubwürdigkeit der Tugendhaften in den Augen der Gesellschaft zu zerstören. Im Quran wird beschrieben, dass die Propheten und die Rechtschaffenen in der Geschichte immer der Geistesgestört-heit bezichtigt wurden:
Seht, dies ist nur ein besessener Mann, habt darum noch eine Zeitlang Geduld mit ihm." Er sprach: "O mein Herr! Hilf mir gegen ihren Vorwurf der Lüge!" (Sure 23:25-26 – al-Mu'minun)
Die Anführer der Ungläubigen seines Volkes sprachen: "Wahrlich, wir sehen dich in Torheit befangen. In der Tat, wir erachten dich für einen Lügner." Er sprach: "O mein Volk! An mir ist keine Torheit, sondern ich bin ein Gesandter vom Herrn der Welten. Ich bestelle euch die Botschaft meines Herrn, und ich bin euch ein treuer Berater.  (Sure 7:66-68 – al-A'raf)
Andere Methoden, die Ungläubige anwenden, um die Tugendhaften zu degradieren, ist, sie zu beleidigen und sie und ihre Gefährten dumm, schwach und engstirnig zu rufen und sie so als gewöhnlich, einfach und sogar unwichtig darzustellen. Diese Ausdrücke, die in der Geschichte wiederholt von Bösen Menschen benutzt wurden, werden in den Versen des Quran angeführt, von denen einige folgendermaßen lauten:
Sagt man zu ihnen: "Glaubt wie die Leute gläubig wurden", so sprechen sie: "Sollen wir glauben, wie die Toren glaubten?" Ist es aber nicht so, dass sie die Toren sind? Doch begreifen sie es nicht.  (Sure 2:13 – al-Baqara)
Und die Anführer seines Volkes, die nicht glaubten, sagten: "Wir sehen in dir nur einen Menschen wie wir. Und wir sehen, dass dir nur die Niedrigsten unter uns folgen, in übereiltem Entschluss. Und wir sehen in euch auch keinen Vorzug über uns, sondern halten euch für einen Lügner."  (Sure 11:27 – Hud)
Sie sagten: "O Schuayb! Wir verstehen nicht viel von dem, was du sagst. Und wir betrachten dich als schwach unter uns. Wäre deine Familie nicht, steinigten wir dich, und du wärst gegen uns machtlos."  (Sure 11:91 – Hud)
Böse Menschen benutzen Spott und Sarkasmus gegen die Tugendhaften. So werden sowohl die Tugendhaften und Aufrichtigen selbst, als auch die Werte, die sie befürworten und verkörpern, zum Ziel des Spottes der Bösen. Aus dem Quran lernen wir, dass solcher Spott etwas ist, dem alle Boten Gottes ausgesetzt waren. Dies ist der Grund, warum ein Gläubiger, der Spott ausgesetzt wird, weiß, dass er diese Situation mit Geduld ertragen muss, dem Beispiel der Boten Gottes folgt und hofft, dass dies seine Belohnung im Jenseits vergrößert. Eines weiß er ganz sicher; derjenige, der spottet, wird letztendlich von seinem eigenen Spott heimgesucht und eines Tag zutiefst bedauern, was er tat.
Verspottet wurden Gesandte schon vor dir, dann aber traf die Spötter unter ihnen das, was sie verspottet hatten. (Sure 21:41 – al-Anbiya)

Sie bemühen sich, Unmoral zu verbreiten und die Anzahl an Tugendhaften Menschen zu verringern

Eine Hoffnung und Absicht der Führer der Bösen ist es, ein sorgenfreies und genussvolles Leben zu führen, für das sie keine Rechenschaft ablegen müssen und in dem sie keine Regeln und Begrenzungen beachten müssen. Wie wir bereits gesehen haben, legen sie dabei ihre wirklichen Absichten nicht offen, sondern nutzen stattdessen täuschende Methoden, um ihre wahren Ziele zu verdecken.
Erstens verbünden sie sich mit einer Gruppe, welche aus Leuten besteht, die keine Prinzipien achten, die keine Scham fühlen, die offen unmoralische Taten begehen und vulgäre Sprache benutzen. Dies sind Leute, die sich allen möglichen Formen von Verdorbenheit hingeben, wie Homosexualität, Prostitution, Drogenkonsum oder Glücksspiel. Dennoch haben einige von ihnen trotz solcher Eigenschaften autoritäre und respektable Positionen in der Gesellschaft erlangt. Sie sind oft berühmt oder als Intellektuelle bekannt, oder sie werden für andere Talente bewundert. Wenn dies der Fall ist, wird ihr Mangel an Moral vom Rest der Gesellschaft als akzeptabel befunden. Gesellschaftlich unzulässige, abscheuliche und verachtenswerte Manieren und Verhaltensweisen können in der Gesellschaft toleriert werden, wenn sie mit solchen Leuten assoziiert werden. Das unmoralische Verhalten, das sie an den Tag legen, wird ein definierendes Merkmal von dem, was allgemein als "Tapferkeit, Modernität, Freiheit und Intellektualität" angesehen wird. Damit nicht genug, diese Leute werden oft auch, besonders den Jugendlichen, als Idole präsentiert, als ob sie ein vorbildliches Leben führten. Die Gesellschaft ist voll von Menschen, die solche Persönlichkeiten imitieren. Ihre Kleidung, ihr Aussehen, ihre Art zu Reden und mit Leuten umzugehen und sogar ihre Vorlieben bei der Heimatdekoration oder bei sozialen Beziehungen werden von ihren Fans übernommen. Auf diese Art und Weise kann innerhalb einer sehr kurzen Zeit die Mehrheit der Gesellschaft in diese Form von Degeneration gezogen werden.
Dieser Prozess entwickelt sich so schnell, dass Verhaltens-weisen und Einstellungen, die man nicht wagen würde, in Betracht zu ziehen oder gar auszusprechen, in nur wenigen Jahren plötzlich gesellschaftlich akzeptabel werden. Zum Beispiel hat sich die Einstellung zur Homosexualität, welche lange Zeit verabscheut und verdammt wurde, in einigen gesellschaftlichen Kreisen dramatisch verändert. Es wird nicht mehr als außergewöhnlich befunden, dass man mit Homosexuellen gut befreundet ist. Sicherlich existiert ein Bündnis, das diese allmähliche Verwandlung gesellschaftlicher Normen fördert und durch seine verborgenen Methoden und Aktionen das Denken der Menschen beeinflusst. Dies ist die Allianz der Bösen.
Jedes Mitglied dieser Allianz trägt, absichtlich oder nicht, zu dieser entarteten Propaganda bei, und unterstützt ihre Ausbreitung, bis das letztendliche Ziel schließlich erreicht ist. In Anbetracht der modernen Gesellschaft von heute ist es keine Übertreibung zu sagen, dass bestimmte Mode-Designer, Filmproduzenten, Musiker, Journalisten, Autoren, Filmregis-seure, Nachtclub-Besitzer etc. Teil dieser Allianz sind. (Natürlich gibt es immer Ausnahmen, die den Zwecken dieser heimtückischen Allianz nicht dienen, die gewissenhaft bleiben und sich mit den Tugendhaften verbünden.)
Die Bösen sind danach bestrebt, in allen Aspekten des Lebens Böses zu verbreiten und immer mehr Anhänger zu ihrer Allianz zu ziehen, während sie versuchen, die Anzahl an Tugendhaften Menschen auf einem Minimum zu halten. Jedoch ist es eine Tatsache, dass solche Anstrengungen den Status der Tugendhaften bloß heben und die Bestrafung der Bösen vergrößert. Allah enthüllt diese Tatsache in Seinen Versen:
Siehe, diejenigen, welche Gefallen daran finden, dass Gläubigen unmoralisches Verhalten zu Unrecht vorgeworfen wird, sollen, schmerzliche Strafe empfangen, im Diesseits und im Jenseits. Denn Allah weiß, ihr aber wisst nicht. (Sure 24:19 – an-Nur)
Sie untersagten einander nicht das Verwerfliche, das sie begingen. Wahrlich, schlimm ist, was sie zu tun pflegten. Du wirst viele von ihnen sich mit den Ungläubigen befreunden sehen. Wahrlich, schlimm ist, was sie für sich selbst vorausschickten! Allah zürnt ihnen deswegen, und in ihrer Strafe werden sie ewig verweilen.  (Sure 5:79-80 – al-Ma'ida)

Sie versuchen, die Leute glauben zu machen, dass Sie recht haben

Wie bereits mehrfach in diesem Buch betont wurde, besteht die Mehrheit der Gesellschaft heute aus Bösen, wie es auch in der Vergangenheit war. Ihr engstirniges Denken lässt sie dies als einen Faktor sehen, der sie gegenüber den Tugendhaften überlegen macht. Da sie die Mehrheit sind, denken sie, dass sie mächtiger sind. Sie glauben, dass eine große Anhängerschaft die Korrektheit ihrer Einstellung beweist. Eine Person, die in dieser Art irregeführt wurde, war der Pharao. Seine falsche Annahme wird in den folgenden Versen erzählt:
Und Pharao schickte Ausrufer in die Städte: "Seht, diese (Kinder Israels) sind zwar nur ein winziger Haufen, aber sie erzürnen uns. Wir aber sind eine wachsame Nation." Da vertrieben Wir sie aus (ihren) Gärten und von (ihren) Quellen. Und Schätzen und angesehenen Wohnsitzen.  (Sure 26:53-58 – asch-Schu'ara')
Die Sieger waren jedoch nicht der Pharao mit seiner Armee, sondern der Prophet Moses (a.s.) und seine Gefährten, die aus ihrem Land vertrieben, unterdrückt und verachtet wurden, weil sie in der Minderheit waren.
Die Tatsache, dass jene unter dem Befehl von Pharao die Mehrheit waren, bewies in keinster Weise ihre Rechtmäßigkeit. Aus dem Quran lernen wir, dass generell die Mehrheit nicht an das glaubt, was richtig ist, sondern an das, was vom rechten Weg abbringt. Auch lernen wir, dass sie oft aus Lügnern besteht:
Wenn du der Mehrzahl derer auf Erden folgen würdest, würden sie dich von Allahs Weg abirren lassen. Doch sie folgen nur einem Wahn und, siehe, sie lügen. (Sure 6:116 – al-An'am)
Darüber hinaus werden die Tugendhaften, auch wenn sie die Minderheit sind, immer über die Bösen triumphieren, obwohl diese in der Überzahl sind. Allah gibt die frohe Botschaft hiervon in diesem Vers:
... Wie oft hat ein kleiner Haufen mit Allahs Willen eine große Schar besiegt! Und Allah ist mit den Standhaften. (Sure 2:249 – al-Baqara)
Letztendlich ist es ein Irrtum und eine Selbsttäuschung, Entschuldigungen hervorzubringen und zu den Tugendhaften Dinge zu sagen wie: "aber dies sind die Ansichten, moralischen Werte und Lebensweisen, die von der Mehrheit praktiziert werden". Deshalb dürfen wir nicht vergessen, dass derjenige, der der Mehrheit folgt, nicht unbedingt auf dem sichersten Weg ist, da das Konzept der "Mehrheit", wie auch in den obigen Versen betont wird, nichts als eine große Täuschung ist.

Die Bösen hetzen gegen die Tugendhaften

Ein weiteres Merkmal der Allianz der Böse ist ihr Hetzen gegen die Tugendhaften. Die Bösen hetzen andere gegen die Tugendhaften auf, durch das Erfinden von Geschichten, durch Verbreiten von Gerüchten, durch Verleumdung, durch falsche und lächerliche Vergleiche oder durch Klatsch. Im Quran wird beschrieben, dass die Führer der Leute des Pharao gegen den Propheten Moses (a.s.) hetzten:
Aber die Vornehmen von Pharaos Volk sprachen: "Willst du etwa zulassen, dass Moses und sein Volk im Lande Unheil stiften und dich und deine Götter verlassen?" Er sprach: "Wir wollen ihre Söhne töten, ihre Töchter aber am Leben lassen; denn wir haben sie in der Gewalt." Moses sprach zu seinem Volk: "Ruft zu Allah um Hilfe und bleibt standhaft. Seht, die Erde gehört Allah. Er gibt sie zum Erbe, wem von Seinen Dienern Er will, und das gute Ende ist den Gottesfürchtigen bestimmt."(Sure 7:127-128 – al-A'raf)
Wie diese Verse erklären, versuchten die Führer, zur Zeit als Pharao dem Propheten Moses (a.s.) und seinen Anhängern fast erlaubte zu gehen, dessen Meinung noch einmal zu ändern, indem sie Lügen erfanden und unbegründete Verleumdungen gegen Moses hervorbrachten, durch die sie Pharao gegen den Propheten und seine Gefährten aufhetzten. Wie aus diesem Beispiel deutlich wird, konzentriert die Allianz der Bösen ihre Anstrengungen immer auf das Aufhetzen der Bösen gegen die Tugendhaften.
Allah offenbart im Quran über solche Leute, die Gerüchte über die Tugendhaften ausbreiten, folgendes:
Wahrlich, wenn die Heuchler und diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, und die Aufwiegler in Medina nicht aufhören, so werden Wir dich veranlassen, gegen sie vorzugehen. Dann werden sie dort nur noch für kurze Zeit deine Nachbarn sein. (Sure 33:60 – al-Ahzab)
Eine andere Methode, die die Bösen seit Jahrtausenden anwenden, ist es, die Tugendhaften in einen Streit mit ihren Brüdern und Freunden zu verwickeln. Alle Bürgerkriege, Konflikte und sinnlosen Feindschaften, die aus der Geschichte bekannt sind, wurden durch die umfassenden Anstrengungen der Bösen hervorgerufen. Als ein Ergebnis der Feindschaft, die von der Hetzerei der Bösen verursacht wurde, kämpften Bürger und sogar nahe Freunde und Brüder gegeneinander und folterten und töteten sich gegenseitig.
Auch heutzutage schaffen es solche Leute, durch Veröffentlichungen, Reden, Einfluss und Beziehungen, Krieg zwischen zwei Ländern ausbrechen zu lassen oder Feindschaft unter einem Volk zu schaffen, indem sie ein Land teilen. Dies sind bösartige Pläne, die Brüder gegen Brüder aufhetzen. Der Zweck ist es, diese Länder durch Bürgerkriege und innerer Konflikte zu schwächen, um dann die innere Struktur dieser Länder gemäß den eigenen Zielen und Ideologien wieder aufzubauen.
Eine weitere Methode, die von der bösen Allianz gegen die Tugendhaften angewandt wird, ist es, wie in vorherigen Teilen bereits erwähnt wurde, einige der Tugendhaften in den Augen anderer tugendhafter Leute als böse erscheinen zu lassen. Zu diesem Zweck führen die Bösen heimliche Strategien durch, die vom Verbreiten unbegründeter Anschuldigungen zu direkten Beleidigungen reichen, mit der Botschaft "Schaut! Wir haben die angeblich Tugendhaften demaskiert; wie ihr seht, sind sie nicht auf dem richtigen Weg". Die Absicht in solch einem Fall ist es, die Tugendhaften am Zusammenkommen zu hindern und zu vermeiden, dass sie die Unterdrückten unterstützen und schützen.
Gewissenhafte Leute jedoch, die fähig sind, diese Taktiken zu analysieren und die geheimen Pläne der Bösen zu erkennen und abzuwenden, werden, dank ihrem Gewissen und scharfen Verstand, niemals von solchen Methoden betrogen werden. Allah warnt die Gläubigen vor den Methoden der Bösen in vielen Seiner Verse, so zum Beispiel:
O ihr, die ihr glaubt! Wenn ein Unzuverlässiger mit einer (verleumderischen) Nachricht zu euch kommt, so klärt die Sache auf, damit ihr niemand unabsichtlich verletzt und euer Verhalten hernach bereuen müsst.  (Sure 49:6 – al-Hudschurat)
Der Prophet Muhammad (s.a.w.s), sagte auch: "Gut über einen Bruder zu denken ist eine Art der Gottesverehrung" 3, wodurch Muslime daran erinnert werden, wachsam vor den Einflüsterungen von Satan zu sein, der versucht, Unfrieden unter den Gläubigen zu stiften.
Infolgedessen sollten Sie daran denken, dass, selbst wenn die Allianz der Bösen eine ganze Stadt oder sogar die ganze Welt gegen die Tugendhaften aufgehetzt hat, Gott die Tugendhaften unterstützt und beschützt. Keine Handlung der Bösen kann den Tugendhaften schaden, sie beängstigen oder beunruhigen, außer durch den Willen von Gott.

Die Allianz der Bösen basiert auf individuellen Interessen

Die Führer der Bösen machen den Leuten Versprechen und bieten ihnen bestimmte Privilegien an, um sie auf ihre Seite zu ziehen. Im Quran wird von einem Versprechen, das Pharao den Zauberern machte, folgendermaßen erzählt:
Und als die Zauberer kamen, fragten sie Pharao: "Wir werden doch wohl belohnt werden, wenn wir die Sieger sind?" Er sagte: "Jawohl! Wahrlich, ihr sollt dann vertrauten Zugang zu mir genießen!" (Sure 26:41-42 – asch-Schu'ara')
Es muss jedoch erwähnt werden, dass die Allianz der Bösen in Wirklichkeit auf einem sehr schwachen Fundament gegründet ist. Jedes Mitglied der Allianz der Bösen hat bestimmte persönliche Vorstellungen oder Ziele im Hinterkopf. Wenn sie spüren, dass ihre persönlichen Interessen in den Hintergrund geraten, zögern sie nicht, mit der Allianz zu brechen. Denn diese Allianz gründet nicht auf einem gerechten Fundament, sondern auf Falschheit. Jedes Individuum, das nicht an Gott und das Jenseits glaubt, das keine Gottesfurcht hat und nicht vor dem Bösen schützt, besitzt Schwächen, aus denen die Führer der Bösen so viele Vorteile ziehen, wie sie nur können und die sie benutzen, um weitere Anhänger zu gewinnen.
Auch heutzutage genügen Versprechungen von Geld, Reichtum, Ruhm oder Macht, um die meisten Leute dazu zu bringen, gegen die Tugendhaften vorzugehen. Dementspre-chend kommt es oft vor, dass eine Person ohne Gottesfurcht, der solche Versprechen gemacht werden, bereitwillig so skrupellos wird, dass sie verleumderische Anschuldi-gungen erfindet oder Lügen über eine unschuldige und reine Person erzählt, welche sie nicht einmal kennt.
Solche Menschen dagegen, die die Tugendhaften unterstützen, streben ausschließlich nach der Gnade, dem Wohlgefallen und dem Paradies Gottes. Ihre Allianz wird gemäß dem rechten Weg Gottes gebildet, und die, die wirklich tugendhaft sind, fordern niemals einen "Preis" für ihre Mitgliedschaft in der Allianz. Kein weltlicher Gewinn kann sie von ihrem Ziel abbringen. Gläubige folgen in dieser Hinsicht den Beispielen der Propheten. Gemäß dem Quran sprachen die Propheten folgendermaßen zu ihrem Volk:
O mein Volk! Ich verlange dafür keinen Lohn von euch. Seht, mein Lohn ist bei Dem, Der mich erschuf. Begreift ihr denn nicht?  (Sure 11:51 – Hud)

Die zweigesichtigen Mitglieder der Allianz der Bösen: Die Heuchler

Die sündigsten und lasterhaftesten Mitglieder der bösen Allianz sind die Heuchler. Heuchler sind unaufrichtige Leute, die sich öffentlich als Verbündete der Tugendhaften präsentieren. Aus dem Quran wissen wir, dass diese Leute sich nach außen hin als Gläubige geben, obwohl sie eigentlich mit den Bösen verbündet sind. Diese Leute täuschen Rechtschaffenheit und Aufrichtigkeit vor, während sie unter den Tugendhaften sind, aber im Privaten, oder sobald sie zu ihren wirklichen Verbündeten zurückkehren, enthüllen sie ihre wahren bösen Absichten. Allah beschreibt dieses Merkmal der Heuchler im Quran folgendermaßen:
Und sie spielen Gehorsam vor. Sobald sie jedoch von dir weggehen, brütet ein Teil von ihnen des Nachts etwas anderes aus als was sie sagten. Allah aber schreibt auf, was sie ausbrüten. Darum wende dich von ihnen ab und vertraue auf Allah; und Allah genügt als Beschützer. (Sure 4:81 – an-Nisa)
Wenn sie mit den Gläubigen zusammentreffen, so sagen sie: "Wir glauben"; sind sie aber mit ihren Teufeln allein, so sprechen sie: "Siehe, wir stehen zu euch und treiben nur Spott." Allah wird sie verspotten und in ihrer Rebellion verblendet weiter irregehen lassen.  (Sure 2:14-15 – al-Baqara)
Es gibt zwei Hauptgründe, warum Heuchler sich mit den Tugendhaften verbünden obwohl sie innerlich böse sind. Erstens wollen sie die Tugendhaften für die Bösen ausspionieren. Zweitens wollen sie Unruhe und Unfrieden unter den Tugendhaften hervorrufen und sie gegeneinander aufhetzen. Diese korrupten Ziele der Heuchler werden in mehreren Versen erläutert:
Wären sie mit euch ausgerückt, wären sie euch nur eine Last gewesen und hätten, unter euch umherlaufend, euch zum Aufruhr gereizt. Und manche von euch hätten auf sie gehört. Aber Allah kennt die Übeltäter.  (Sure 9:47 – at-Tauba)
O du Gesandter! Lass dich nicht durch die, welche miteinander im Unglauben wetteifern, betrüben, wie jene, die zwar mit ihrem Mund sprechen: "Wir glauben!", doch in ihren Herzen nicht glauben; und wie diejenigen Juden, die jeder Lüge und denjenigen Glauben schenken, die noch nicht zu dir gekommen sind. Sie verdrehen den Sinn der Wörter und sprechen: "Wenn euch dies gebracht wird, so nehmt es an, und wenn es euch nicht gebracht wird, so hütet euch davor!" Wen Allah der Versuchung überlassen will, für den vermagst du bei Allah nichts. Sie, deren Herzen Allah nicht reinigen will, empfangen im Diesseits Schande und im Jenseits gewaltige Strafe. (Sure 5:41 – al-Ma'ida)
Der Charakter der Heuchler und ihr Ende werden auch in den Aussagen des Propheten Muhammad (s.a.w.s) beschrieben:
Am Tag der Wiederauferstehung wird eine heuchlerische Person den schwersten Stand haben. Sie sagt etwas über eine Person (bezüglich einer Angelegenheit) und dann etwas anderes (bezüglich der gleichen Angelegenheit) zu einer anderen Person
Wir sollten uns stets daran erinnern, dass, obwohl diese Leute ihr Ziel auf kurze Sicht scheinbar erreichen, Gott ihr Bemühen auf lange Sicht definitiv sinnlos macht und ihnen sowohl in dieser Welt als auch im Jenseits unbeschreibliche Bestrafung zuteil werden lässt.

In Geheimen Versammlungen Planen Sie Aktionen gegen die Tugendhaften

Die Allianz der Bösen wählt generell die Nacht als die passende Zeit, gegen die Tugendhaften zu planen. Dies wird in vielen Versen des Quran erwähnt. Die Tatsache, dass die Nacht die Zeit für die Bösen ist, ihre bösartigen Pläne auszuhecken und auszuführen, wird in den Versen folgendermaßen dargelegt:
Sie verbergen sich vor den Menschen, doch können sie sich nicht vor Allah verbergen; und Er ist bei ihnen, wenn sie des Nachts besprechen, was Ihm nicht gefällt. Allah überschaut all ihr Tun.  (Sure an-Nisa': 108)
Und voller Hochmut pflegtet ihr darüber bis spät in die Nacht Unsinn zu schwätzen. (Sure 23:67 – al-Mu'minun)
In der 27. Sure (an-Naml) informiert Allah uns über ein Ereignis in der Vergangenheit, als eine Bande von neun Männern, die Unfrieden in einer Stadt stifteten, in der Gläubige lebten, bei Nacht einen Plan ausheckten, um sie zu überfallen. Die entsprechenden Verse sind die folgenden:
Nun befanden sich in der Stadt neun Männer, welche im Lande Unheil anrichteten statt für Ordnung zu sorgen. Sie sprachen: "Schwört miteinander vor Allah, dass wir ihn und seiner Familie des Nachts überfallen. Dann wollen wir seinem nächsten Verwandten sagen: »Wir waren keine Zeugen des Untergangs deiner Familie. Wir sagen gewiss die Wahrheit!«"(Sure 27:48-49 – an-Naml)
Wie die Verse klar machen, heckten diese Leute geheime und böse Aktionen gegen Gläubige aus, doch mussten sie dem gegenübergetreten, was Allah für sie vorschrieb. Das Ende jener, die den Unschuldigen schaden und nachts gegen sie planen, wird im folgenden Abschnitt der gleichen Sure angegeben:
Und so schmiedeten sie Pläne; doch auch Wir planten, ohne dass sie dessen gewahr wurden. Schau nur, wie das Ergebnis ihrer Pläne war: Wir vernichteten sie und ihr Volk insgesamt. Auch ihre Häuser verfielen, wegen ihrer Sünden. Hierin ist wahrlich ein Zeichen für Leute, die Bescheid wissen.  (Sure 27:50-52 – an-Naml)
Ein anderes Merkmal von Unterdrückern, die all ihre Anstrengungen darauf konzentrieren, den Tugendhaften und ihrem Ziel zu schaden, ist ihr geheimes Aushecken von Plänen. Allah, macht dies in vielen Versen deutlich:
Moses sagte zu ihnen: "Wehe euch! Denkt euch gegen Allah nichts Böses aus, sonst vernichtet Er euch durch eine Strafe. Jeder, der (Böses gegen Ihn) ausbrütet, geht verloren." Und sie besprachen ihr Vorhaben untereinander, berieten aber geheim. )  (Sure 20:61-62 – Ta Ha
Nichts Gutes findet sich in den meisten ihrer geheimen Besprechungen, außer wenn jemand zu Almosen oder einer guten Tat oder Frieden zwischen den Menschen aufruft. Und wer dies im Trachten nach Allahs Huld tut, wahrlich, dem werden Wir gewaltigen Lohn geben. . (Sure 4:114 – an-Nisa)
Wir wissen sehr wohl, worauf sie lauschen, wenn sie dir zuhören. Und wenn sie insgeheim miteinander reden, sagen die Missetäter: "Ihr folgt nur einem verhexten Mann!"  (Sure 17:47 – al-Isra)
Diese Leute, die weder Glauben an Gott haben, noch die geistigen Kapazitäten besitzen, Seine Macht zu begreifen, reden frei unter sich und denken, dass niemand sie hört, während sie Böses in der Dunkelheit planen und Aktionen gegen die Tugendhaften aushecken. Aber sie liegen falsch. Sie können ihre geheimen und bösen Planungen und Gespräche zwar vor den Leuten verbergen, aber Gott weiß, sieht und hört jeden Satz, jedes Wort, jedes Detail von ihren Planungen und kennt sogar die innersten Gedanken einer Person. Sie glauben, dass ihre umständlichen Pläne nie ans Tageslicht kommen werden und dass ihre Opfer nie fähig sein werden, ihnen zu entkommen. Gott aber vereitelt ihre Pläne bereits, bevor sie ausgebrütet werden, und hört jedes Wort, das sie sprechen. Egal, wo sie sich verstecken oder wie komplex die Vorkehrungen sind, die sie treffen, sie können Gott nie ausweichen. Jedes Wort, das jemand sagt und jeder innere Gedanke, den jemand hat, wird von Gott aufgezeichnet und am Jüngsten Tag dem Betreffenden präsentiert. Somit werden jene, die gegen die Tugendhaften planen, Rechenschaft über ihre geheimen Pläne ablegen müssen. Deshalb sollten jene, die bei Nacht heimtückische Aktionen in ihren geheimen Versammlungen ausbrüten, wissen, dass Gott alles hört und alles sieht. In einem Vers beschreibt Allah:
Siehst du denn nicht, dass Allah alles weiß, was in den Himmeln und was auf Erden ist? Keine drei führen ein geheimes Gespräch, ohne dass Er ihr Vierter, und keine fünf, ohne dass Er ihr Sechster wäre; ob weniger oder mehr, Er ist bei ihnen, wo immer sie sind. Dann am Tage der Auferstehung, hält Er ihnen vor, was sie getan haben. Allah kennt fürwahr alle Dinge.  (Sure 58:7 – al-Mudschadala)

Die Allianz der Bösen hat Ihre Anstrengungen Heutzutage intensiviert

In diesem Buch erwähnten wir wiederholt, dass die Bösen sich vereinigen, um Religion und Gläubige auszurotten und sich zu diesem Zweck zahlreicher Formen von Unterdrückung und Druckausübung behelfen. Die Existenz von gläubigen Menschen ist der Hauptgrund, warum die Bösen sich vereinigen, denn ein Gläubiger ist ein Vertreter des Islam, Gottes wahrer Religion, und strebt nach der Implementierung der moralischen Werte des Quran auf Erden. Für die Bösen bedeutet diese "Bedrohung", dass die Gläubigen ineffektiv gemacht oder beseitigt werden müssen. Das, was die Bösen am Ausleben ihres auf Unglauben und schlechter Moral basierenden Systems hindert, sind die Begrenzungen und moralischen Prinzipien, die von Gott bestimmt wurden und die von Seiner Religion vorgeschrieben werden. Diese Behinderungen zu entfernen ist das Ziel, das die Ungläubigen zur Verbündung und Kooperation veranlasst. Wo immer es Prostitution, Bestechung, Hochstapelei, Glücksspiel, Betrug, Grausamkeit zu Waisen und Armen, Verschwendung, Unmoral sowie Mangel an Liebe und Respekt gibt, ist die Allianz der Bösen aktiv.
Wir leben in einer Zeit, in der die Allianz der Bösen ihre Anstrengungen intensiviert hat, und Gläubige sowie unschuldige, arme und schwache Menschen sind in allen Ecken der Welt mehr Leid und Unterdrückung ausgesetzt als je zuvor. Es ist notwendig, dass Gläubige diese Realität unter der Leitung des Quran bewerten. Dem Quran zufolge ist derjenige, der andauernde Grausamkeit ignoriert, der sich nicht an einem ideologischen Kampf gegen die Bösen beteiligt, der alles stillschweigend hinnimmt und den das große Leid in der Welt kalt lässt, selbst schuldig macht und selbst ein großer Unterdrücker. Die Unterdrückung und Grausamkeit, die Muslimen sowie Leuten, die sich mühen, die Moral des Quran zu verbreiten, zugefügt wird, stillschweigend hinzunehmen, macht einen zu einem stummen Mitglied der grausamen Allianz.
Ein Blick in Zeitungen oder Zeitschriften sollte genügen, um den Ehrgeiz dieses bösen Bündnisses zu erkennen. Vor 10-15 Jahren wurde Homosexualität zum Beispiel als vollkommen unannehmbar angesehen und aufs heftigste verurteilt. Aber diese Tatsache hat sich heute dramatisch verändert und im Grunde einem Engagement für die Rechte von Homosexuellen Platz gemacht, sogar dahingehend, dass diese Perversion als modern und als eine normale und "persönliche Vorliebe" bezeichnet wird. Diese Einstellung wird von den populären Medien und der Unterhaltungswelt propagiert. Der Öffentlichkeit werden ähnliche unmoralische Trends als vollkommen akzeptable "Vorlieben" präsentiert, und so wird das Fundament für ihre weitere Ausbreitung überall in der Gesellschaft gelegt. Dies ist die bloße Konsequenz der Pläne, die die Allianz der Bösen ausheckt.
Ein Blick in Zeitungen oder Zeitschriften sollte genügen, um den Ehrgeiz dieses bösen Bündnisses zu erkennen. Vor 10-15 Jahren wurde Homosexualität zum Beispiel als vollkommen unannehmbar angesehen und aufs heftigste verurteilt. Aber diese Tatsache hat sich heute dramatisch verändert und im Grunde einem Engagement für die Rechte von Homosexuellen Platz gemacht, sogar dahingehend, dass diese Perversion als modern und als eine normale und "persönliche Vorliebe" bezeichnet wird. Diese Einstellung wird von den populären Medien und der Unterhaltungswelt propagiert. Der Öffentlichkeit werden ähnliche unmoralische Trends als vollkommen akzeptable "Vorlieben" präsentiert, und so wird das Fundament für ihre weitere Ausbreitung überall in der Gesellschaft gelegt. Dies ist die bloße Konsequenz der Pläne, die die Allianz der Bösen ausheckt.
In der heutigen Zeit, in der Glücksspiel, Prostitution und Mord kaum noch Reaktionen hervorrufen, ist es wichtig, dass Leute aufwachen und die Realität erkennen. Dies ist eine Zeit, in der die Tugendhaften, welche bereits ihrer grundlegenden Rechte und Freiheiten beraubt worden sind, unterdrückt und ungerecht behandelt werden, wohingegen Schwindler, Mörder und Tyrannen die Freiheit haben, das zu tun, was sie wollen. Wenn unschuldige und schutzlose Leute überall auf der Welt ermordet werden, bloß weil sie an Allah glauben und weil sie sagen, dass sie Muslime sind, und wenn solche, die sich "Muslim" nennen, bei all diesem Leiden gelassen bleiben und darüber mit einem Lächeln im Gesicht sprechen können, dann ist dies das Resultat der Arbeit der bösen Allianz. Das Wiederherstellen von Frieden und das Sichern von Wohlergehen, Glück, Gerechtigkeit, Toleranz, Liebe und Respekt in der Welt ist nur durch Anerkennung und Implementierung der Werte des Quran möglich. Es sind die Gläubigen, die die lebendigen Beispiele dieser guten Werte sind und es wird die Allianz der Tugendhaften sein, die die Verbreitung der Werte des Quran sicherstellen wird; dies ist das sichere Versprechen von Allah:
Verheißen hat Allah denen von euch, die glauben und das Rechte tun, dass Er sie zu Statthaltern (Seiner Macht) auf Erden einsetzen wird, so wie Er es denen, die vor ihnen lebten, gewährte; und dass Er ihnen ihre Religion, so wie Er sie für sie gutgeheißen hat, befestigen will; und dass Er ihre Furcht in Sicherheit verwandeln will. "Sie sollen Mir allein dienen; Sie sollen Mir nichts an die Seite stellen." Und wer danach ungläubig ist, das sind die Missetäter. (Sure 24:55 – an-Nur)